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Orts-Check: Glatt ist der bekannteste Sulzer Stadtteil
Ein Grabmal in der St. Gallus-Kirche erinnert an Reinhard von Neuneck.
Kunst, Kultur und Kuchen

Orts-Check: Glatt ist der bekannteste Sulzer Stadtteil

„Sulz bei Glatt“ heißt es oft, wenn Auswärtige sich auf die Neckarstadt beziehen: Der zweitkleinste Stadtteil Glatt ist weitaus bekannter als die Kernstadt. Das Kleinod im Glatttal lockt zwar tausende Touristen an, kämpft aber zugleich gegen Leerstände, Parkplatznot und für Breitbandversorgung. Der SÜDWEST PRESSE-Orts-Check nimmt das Dorf unter die Lupe.

19.08.2015
  • cristina priotto

Glatt. Zur Gesamtstadt Sulz gehört Glatt seit der Eingemeindung am 1. Januar 1975.

Glatt

Die Bezeichnung Glatt rührt vom gleichnamigen Flüsschen Glatt her, das ab Aach als Zusammenfluss aus Kübelbach und Stockerbach diesen Namen trägt. Der Gewässername wiederum leitet sich vom keltischen Wort „clot“ ab und bedeutet „klar“, „glänzend“ oder „rein“.

Erste Erwähnung

Die erste urkundliche Erwähnung Glatts stammt aus dem Jahr 731 oder 736: In einer Schenkungsurkunde des Adeligen Petto an das Kloster St. Gallen taucht die Ortsbezeichnung „glata“ erstmals auf.

Lage und Fläche

Glatt liegt im Glatttal und an dessen Hängen und ist – neben Hopfau – einer von zwei Sulzer Ortsteilen an der Glatt. Die Gemarkungsfläche beträgt 729 Hektar.

Einwohner

Zum 31. Dezember 2014 lebten in Glatt 572 Menschen. Damit ist der Ort der zweitkleinste der Sulzer Stadtteile und derjenige, der mit 32 Neubürgern 2014 bei den Zuzügen auf Platz 5 landete.

Wohnen

Am Alten Rain und im Breitenbühl gibt es jeweils noch zwei städtische Bauplätze, in der Allerheiligenstraße stehen noch drei Grundstücke zum Bebauen zur Verfügung.

Einkaufen

Ein Lebensmittelgeschäft, eine Bäckerei, ein Holzofenbrotverkauf sowie ein Getränkemarkt sichern die Grundversorgung. Speziell für Touristen gibt es zwei kleine Läden. Außerdem sind zwei Friseure tätig, und es gibt einen Geldautomaten.

Gastronomie

Als touristisch stark frequentierter Ort ist Glatt mit drei Restaurants, einer Vesperstube und zwei Cafés im Verhältnis sehr gut aufgestellt.

Tourismus

Mit den Hotels „Kaiser“, „Züfle“ und „Zur Freystatt“ verfügt die Glatttal-Gemeinde über mehr Hotels als alle anderen Stadtteile. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten bieten die Pensionen „Am Wasserschloss“, „Deger“, „Himmelreich“, „Sonnenhalde“, „Talblick“ sowie mehrere Privatunterkünfte.

Gewerbe

Im Gewerbegebiet „Auchtert“ gibt es mehrere mittelständische Betriebe. Innerorts existieren eine Versicherung, eine Zimmerei sowie als Alleinstellungsmerkmal in einem Sulzer Stadtteil eine Arztpraxis. Zahlreiche Arbeitsplätze bieten zudem die Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie.

Kindergarten

In den Kindergarten gingen bis vor den Sommerferien 16 Kinder. Angeboten wird eine Regelgruppe. Katrin Hoffmann leitet den Kindergarten in Glatt.

Schule

Die Grundschüler aus Glatt müssen nach Fischingen fahren.

Freizeit

Das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt mit vier Museen, das Wasserschloss, die Kunststiftung Paul Kälberer, die Opernfestspiele sowie das Ritterlager sind die kulturellen Höhepunkte in Glatt. Viele Besucher kommen zum Wandern, Fahrradfahren, Nordic Walken, Kanufahren oder Minigolfspielen.

Vereine

Das Dorfleben in Glatt wird durch Veranstaltungen der neun Vereine bereichert: Turn- und Sportverein, Musikverein, Bürger- und Kulturverein, Narrengilde, Schlosshexen, Fischereigemeinschaft, Fischereiverein, Tennisverein und BIG.

Kirchen

Mitten im Ort steht die katholische Pfarrkirche St. Gallus, die erstmals 1275 erwähnt wurde.

Kommunalpolitik

Ortsvorsteher ist seit Juli 2015 der 64-jährige Helmut Pfister. Um das Ortsgeschehen kümmert sich ein neunköpfiger Ortschaftsrat.

Ausblick

Die wichtigsten Projekte in Glatt sind der Bau einer Aussegnungshalle, der Breitbandanschluss, die Beseitigung von Leerständen und die Schaffung weiterer Parkplätze.

Orts-Check: Glatt ist der bekannteste Sulzer Stadtteil

Orts-Check: Glatt ist der bekannteste Sulzer Stadtteil
Das Wasserschloss in Glatt mit dem Kultur- und Museumszentrum ist ein Besuchermagnet. Ausstellungen sowie Skulpturen im Freien – wie die Bronzeplastik von Roland Martin im Vordergrund – locken auch zahlreiche Kunstfreunde an.Bilder: cap

Was kennzeichnet die Sulzer Stadtteile? Wie sind die neun Teilorte bezüglich Infrastruktur aufgestellt? Woher kommen die Ortsnamen? Diesen und weiteren Fragen wird die SÜDWEST PRESSE in der Sommer-Serie „Ortscheck“ in den nächsten Wochen nachgehen.
Bereits erschienen sind die Portraits von Bergfelden (17. Juli), Dürrenmettstetten (23. Juli) und Fischingen (1. August).

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19.08.2015, 12:00 Uhr

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