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Hintergrund

Panikforscher als Gutachter

Keith Still zählt zu den bekanntesten Panikexperten. An der Manchester Metropolitan University ist der Brite Professor für Massensicherheit und Risikoanalysen.

06.04.2016
  • DPA

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt er Konzepte für Großveranstaltungen. Er berät Polizei, Veranstaltungsplaner oder Behörden. Er hat an Sicherheitskonzepten für Olympische Spiele, Straßenfestivals und große Bauwerke mitgewirkt.

Ein Jahr nach dem Loveparade-Unglück hat die Staatsanwaltschaft Duisburg den Briten mit dem Gutachten zu Ablauf und Verantwortlichkeiten bei dem Technofestival und der Massenpanik beauftragt. Die Staatsanwaltschaft baute mit Stills Expertise die Anklage auf. Die zehn Beschuldigten sollten mitverantwortlich dafür sein, dass die Rampe für den Zu- und Abgang für Zehntausende Besucher verengt wurde.

Das Landgericht Duisburg stellte dem Briten nun ein vernichtendes Zeugnis aus. Es hält das Gutachten für nicht verwertbar und spricht von gravierenden Mängeln. Unter anderem heißt es, Still habe Fehler in Planung, Genehmigung und Durchführung der Veranstaltung als sicher unterstellt, ohne alternative Unglücksursachen in Betracht zu ziehen.

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06.04.2016, 06:00 Uhr

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