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Pariser Slideshow aus der Entstehungszeit des Picasso-Gemäldes „Guernica“
Longos Adaption von „Guernica“. Foto: Christophe Ena/dpa
Wandlungen eines Meisterwerks

Pariser Slideshow aus der Entstehungszeit des Picasso-Gemäldes „Guernica“

„Guernica“ ist ein Meisterwerk Picassos. Nun erinnert Paris daran, wo das Anti-Kriegs-Gemälde entstand.

29.03.2018
  • DPA

Paris. Verstümmelte Menschen, eine Mutter, die ihr lebloses Kind in den Armen hält, am Boden ein Soldat mit einem Messer in der Hand. Bereits in der Eingangshalle des Pariser Picasso-Museums werden Besucher mit dem Schrecken konfrontiert. Das Bild ist eine Reproduktion des berühmten Originals „Guernica“, das sich in Madrid befindet. Entstanden ist das Anti-Kriegs-Manifest des spanischen Malers Pablo Picasso jedoch in Paris, wie die Ausstellung ins Gedächtnis ruft.

Zu sehen sind mehr als 150 Werke. Sie illustrieren die Entstehungsgeschichte des Gemäldes, vor allem aber erinnern sie daran, dass Picasso das Werk vor 80 Jahren im Atelier in der 7, rue des Grands-Augustins erschaffen hat. Picasso (1881-1973) reagierte damit auf die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika durch die deutsche „Legion Condor“ im April 1937. Der Künstler schuf das Gemälde zwischen dem 1. Mai und dem 4. Juni 1937.

Bei der Ausführung fotografierte ihn seine Geliebte Dora Maar. Jede Etappe hielt die Fotografin fest. Im Picasso-Museum sind die Aufnahmen zu einer Art Slideshow zusammengestellt. Die Metamorphosen, die das Werk durchlaufen hat, sind beeindruckend. Der liegende Soldat hatte den Arm zunächst nach oben gestreckt, in der Endversion liegt dieser am Boden. „Dadurch hat er den Soldaten zum Opfer gemacht“, erklärt Kuratorin Emilie Bovard. Die Riesenleinwand war eigentlich für das Motiv „Der Maler und sein Modell“ für den spanischen Pavillon bei der Pariser Weltausstellung 1937 bestimmt. Angesichts des Luftangriffs auf Gernika durch deutsche Kampfflugzeuge, die im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite des faschistischen Generals Franco kämpften, verwarf Picasso das Konzept. Stattdessen entstand ein Manifest gegen Krieg und Gewalt.

Picassos Bild hat zahlreiche Künstler beeinflusst wie etwa den Amerikaner Robert Longo und den Franzosen Damien Deroubaix. Beide haben „Guernica“ monumental jeweils in Kohle und Holz interpretiert, beide Adaptionen sind in Weiß-Schwarz-Grau gehalten, Picassos Farben für das Dunkel und die Traurigkeit des Krieges. dpa

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29.03.2018, 06:00 Uhr

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