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Parkkonzept noch auf Bewährung
Sechs Automaten im Stadtgebiet – hier der an der Dammstraße – haben eine sogenannte Brötchentaste, mit der man 30 Minuten lang kostenlos parken darf. Archivbild: Braun
Gemeinderat

Parkkonzept noch auf Bewährung

Brötchentaste wird in Horb gut angenommen – ob der Einzelhandel profitiert, ist aber ungewiss.

25.11.2016
  • mwi

Sie sollte Kurzzeitparker in die Geschäfte locken und verhindern, dass Abstellplätze in der Innenstadt dauerhaft blockiert sind: die Brötchentaste. Seit April vergangenen Jahres dürfen Autofahrer ihr Gefährt auf öffentlichen Parkplätzen und in den Parkhäusern Innenstadt und Marktplatz für 30 Minuten kostenlos abstellen – den Verlust durch die fehlende Gebühr sollten erhöhte Preise für Langzeitparker ausgleichen. So ganz geht das Konzept mit der symbolischen Teigware für Schnäppchen-Parker nicht auf. Das zeigte ein vorläufiger Bericht am Dienstagabend im Gemeinderat.

30000 Euro fehlen in der Kasse

Oberbürgermeister Peter Rosenberger drückt es positiv aus: „Da müssen wir vielleicht auch mal klar äußern, dass das eine Wirtschaftsförderung für den Horber Einzelhandel ist.“ Negativ betrachtet meint er damit aber einen Verlust für die Stadtwerke, die die Parkhäuser betreiben, von fast 30000 Euro. Während von April 2014 bis Ende März 2015 noch 125158 Euro aus den Automaten in die städtische Kasse purzelten, waren es im gleichen Zeitraum seit Einführung der Brötchentaste nur noch 97000 Euro. Eigentlich sollten die erhöhten Gebühren für längeres Parken im Stadtgebiet die kostenlose Brötchentaste ausgleichen. Ob die Stadt mit dem kostenlosen Kurzparken auf dem richtigen Weg liegt, müsse sich laut OB erst noch zeigen.

Denn eine wichtige Komponente fehlt noch in der Analyse: die Einschätzung der Händler selbst. Diese wurden vom Horber Stadtmarketing, der Cityinitiative Horb Aktiv, noch nicht gefragt, ob tatsächlich mehr Kunden in ihre Läden huschen. „Diese Gesamtschau ist der nächste Schritt“, kündigt Rosenberger deshalb an.

Die Brötchentaste an sich wird gut angenommen – von knapp 100000 gelösten Scheinen in den Parkhäusern waren gut ein Drittel kostenlos. An Automaten an öffentlichen Straßen rechnet die Stadt mit etwa gleichbleibenden Einnahmen (54000 Euro). Aber klar ist: Die Wirtschaftsförderung lohnt sich für die Stadtverwaltung natürlich nur, wenn der Handel wirklich mehr Kunden verzeichnet. Ansonsten steht in der Bilanz ein sattes Minus.

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25.11.2016, 01:00 Uhr

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