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Pechsteins Traum vom Paradies im Kunstmuseum Spendhaus
Bild: Haas
Ausstellung

Pechsteins Traum vom Paradies im Kunstmuseum Spendhaus

Er nimmt Gestalt an – zumindest im Kunstmuseum Spendhaus: Max Pechsteins Traum vom Paradies. Eine Kunstspedition hat die wertvollen Exponate aus Zwickau, wo die Ausstellung bis Anfang Oktober im Max-Pechstein-Museum gezeigt wurde, nach Reutlingen gebracht.

14.10.2016
  • uk

„Eine solche Ausstellung mit einem Künstler der Klassischen Moderne ist für unser Haus natürlich ein Highlight“, betont Spendhausleiter Herbert Eichhorn voller Vorfreude. Die Thermokisten wurden bereits ausgepackt. Doch bevor die hoch versicherten Ausstellungsstücke gehängt und aufgebaut werden können, werden sie sorgfältig in Augenschein genommen. Neben Werken von Pechstein selbst werden auch zahlreiche ethnografische Objekte aus dem Museum für Völkerkunde in Dresden zu sehen sein, darunter auch das hölzerne Kanumodell aus Palau, das auf unserem Bild gerade von der technischen Leiterin des Spendhauses, Gundi Haussmann (links), und der Dresdner Sammlungskonservatorin Renate Wolf, die den Kunsttransport begleitet hat, geprüft wird.

Vor 20 Jahren wurde im Spendhaus schon einmal in Kooperation mit dem Zwickauer Max-Pechstein-Museum eine Schau gezeigt, die Pechsteins Südseereise zum Thema hatte: „Das ferne Paradies“. Mit der neuen Ausstellung „Der Traum vom Paradies“ kommt Pechsteins junge Frau Lotte ins Spiel, die ihren Mann in den Südpazifik begleitet hat. Die Reise der beiden zu den Palau-Inseln im Jahr 1914 war von dem Wunsch motiviert, „allem Gezwungenen und Kultivierten“ zu entfliehen. Der Aufenthalt wurde viel kürzer als geplant: Die Pechsteins mussten die Inseln bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs überstürzt verlassen.

Doch während Pechstein selbst die Reise rückblickend immer verklärt hat, war seine Frau Lotte in ihrem Tagebuch realistischer. Dieses Tagebuch, das jetzt aufgetaucht ist, wurde zur Grundlage der Schau, die das Max-Pechstein-Museum konzipiert hat. Die Reisetagebücher von Max und Lotte, die neben Gemälden und Zeichnungen des Künstlers in der Ausstellung ebenfalls zu sehen sind, offenbaren sowohl die unterschiedlichen Perspektiven als auch die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit. Zu sehen sein werden – zum Teil noch nie gezeigte – Südseeszenen von Pechstein, aber auch historische Fotografien und seltene Objekte der palauischen Kultur.

Die Ausstellung „Der Traum vom Paradies. Max und Lotte Pechsteins Reise in die Südsee“ im Spendhaus wird am 29. Oktober eröffnet und ist bis 22. Januar 2017 zu sehen.

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14.10.2016, 01:00 Uhr

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