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Kommentar Einreiseverbot

Peinliches Schweigen

Das Einreiseverbot des neuen US-Präsidenten sorgt auch in vielen Bereichen des Sports für helle Aufruhr.

30.01.2017

Von ARMIN GRASMUCK

Mo Farah, Superstar der Leichtathletik, vierfacher Olympiasieger und geboren in Somalia, dokumentiert öffentlich die Angst und die Abscheu, die ihm das neue Gesetz bereitet. Die Spieler der Profiliga NBA heißen demonstrativ die besten Spieler aus der ganzen Welt willkommen. Und die Macher, die 2024 die olympischen Sommerspiele in Los Angeles ausrichten möchten, sehen ihre Chancen schwinden.

Selbstverständlich haben die Sportler in Amerika und auf den anderen Erdteilen allen Grund zur Sorge. Denn das Verbot, das auch Bürgern in Not die Hilfe und den Schutz der Vereinigten Staaten verwehrt, widerspricht dem olympischen Gedanken in jeder Hinsicht. Frische, fröhliche und friedliche Spiele sind auf dieser Basis unmöglich.

Es ist höchste Zeit, dass sich Thomas Bach in dieser Angelegenheit klar positioniert. Der Oberste der Olympioniken rund um den Globus präsentierte erst im Sommer bei den Spielen in Rio sein vermeintliches Vorzeigeprojekt: eine eigene Mannschaft aus zehn Flüchtlingen, die unter der olympischen Flagge antreten durfte. Auch telefonierte der Präsident aus Tauberbischofsheim bereits mit Donald Trump, um die Modalitäten für Los Angeles zu klären. Es wirkt peinlich, dass Bach ausgerechnet jetzt schweigt.

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Erstellt:
30. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2017, 06:00 Uhr

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