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Ab Montag wird die Ortsdurchfahrt drei Monate gesperrt und der Verkehr umgeleitet

Pendler müssen über Hirschau statt durch Bühl

Die einen können sich auf einen ungewohnt ruhigen Sommer freuen. Für die anderen wird er besonders laut: Ab Montag ist die Ortsdurchfahrt von Bühl für drei Monate gesperrt, weil die Brücke über den Talbach saniert wird. Der Verkehr zwischen Tübingen und Rottenburg wird über Hirschau und Unterjesingen umgeleitet.

10.07.2015
  • Renate Angstmann-Koch

Bühl. 66 Jahre alt ist die Bühlertalbachbrücke, Teil der Bühler Ortsdurchfahrt. Täglich rollen tausende von Autos und Lastwagen über sie. Sie hat eine Traglast von 24 Tonnen – das reichte aus, als sie 1949 gebaut wurde. Doch jetzt ist ihre Substanz durch die hohe Verkehrsbelastung so heruntergekommen, dass ihr schlechter Zustand keine Sanierung mehr zulässt, so die Stadtverwaltung.

Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Das Nachfolge-Bauwerk wird auf 60 Tonnen ausgelegt sein und damit heutigen Anforderungen entsprechen. Der Neubau der Bühlertalbachbrücke kostet rund 340 000 Euro. Die Stadt will die dreimonatige Bauzeit für weitere Sanierungen nutzen: Die Stadtwerke wollen Versorgungsleitungen erneuern, und der westliche Teil der Ortsdurchfahrt erhält eine neue Straßendecke. Für die Erneuerung des Straßenbelags fallen etwa 107 000 Euro an.

Die L 370 von Tübingen nach Rottenburg durch Bühl gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen in der Region. Von Montag an wird der überörtliche Verkehr auf der L 371 über Hirschau und auf der B 28 durch Unterjesingen geleitet. Die Brücken-Erneuerung wird wohl bis Mitte Oktober dauern.

Die Umleitung bedeutet eine Belastung für die Bühlerinnen und Bühler, für die Anwohner an den Umleitungsstrecken im Neckar- und Ammertal und für alle Verkehrsteilnehmer. Darauf nehme der Zeitplan Rücksicht, versichert die Stadtverwaltung: Die Sommer- und Semesterferien würden bestmöglich genutzt. Die Dauer der Sperrung hänge mit dem Brückenbau zusammen.

Die beiden anderen Bauvorhaben – die Verlegung der Leitungen und die Erneuerung der Straßendecke – ließen sich gut in den Zeitplan integrieren. Die Stadtverwaltung appelliert an alle Beteiligten, Rücksicht zu nehmen – besonders auf Fußgänger und Radfahrer. Außerdem sollen Verkehrsteilnehmer möglichst Fahrgemeinschaften bilden, das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Für den innerörtlichen Verkehr in Bühl gibt es eine Umleitung über die Roteschsttraße, Weilerburgstraße und In den Kreuzäckern. Weil dort auch Busse fahren (siehe Kasten), gibt es Halteverbote und ein Durchfahrtverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen. Außerdem wird die Vorfahrtsregelung verändert und eine Fußgängerampel auf Höhe von Kindergarten und Schule aufgestellt.

Das Tiefbauamt versichert, dass die Anwohner der Ortsdurchfahrt und der Talbachgasse ihre Häuser und Grundstücke auch während der Bauzeit erreichen. Auch der Rathausplatz stehe mit allen Einrichtungen und Geschäften zur Verfügung. „Es werden verkehrstechnisch drei schwierige Monate“, heißt es in einer Mitteilung der Ortsverwaltung.

Allerdings hat die Straßensperrung auch ihr Gutes. Sie hilft den Bühler Vereinen, ihr Dorffest auf dem Rathausplatz zu feiern. Es beginnt am Samstag, 25. Juli, um 17 Uhr und geht am Sonntag, 26. Juli, weiter (wir berichteten). Da die Ortsdurchfahrt ohnehin gesperrt ist, müssen die Vereine nicht selbst für eine Umleitung sorgen – was stets eine große Last für sie ist, sagt Ortsvorsteher Gerhard Neth.

Pendler müssen über Hirschau statt durch Bühl
Nach 66 Jahren hat die Bühlertalbachbrücke, Teil der L 370 durch Bühl, so schwere Schäden, dass sie nicht mehr repariert werden kann. Bild: Sommer

Der Busverkehr nach Tübingen und Rottenburg soll während des Brücken-Neubaus uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Die beiden Haltestellen „Römerstraße“ und „Rathaus“ in Bühl werden aber während der Vollsperrung nicht angefahren. Die Schleife des Busverkehrs läuft in dieser Zeit über die Sengentalstraße.
Es sollen zwei Ersatzhaltestellen eingerichtet werden: eine names „Rathaus“ in der Eugen-Bolz-Straße auf Höhe des Jugendhauses Florian und eine Haltestelle „Weilerburgstraße“ zwischen den Straßen Im Grotthaus und Appenbergstaße.

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10.07.2015, 12:00 Uhr

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