Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Stephan J. Kramer

Personalie: Der Quereinsteiger

Thüringens rot-rot-grüne Regierung ist für Überraschungen gut: Für den Verfassungsschutz, den die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow am liebsten abschaffen würde, hat sie eine erstaunliche Personalentscheidung getroffen: Stephan J. Kramer, zehn Jahre lang Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, wird den Nachrichtendienst leiten.

20.11.2015
  • DPA

Drei Jahre lang war Thüringens Verfassungsschutz, der inzwischen stärker vom Parlament kontrolliert wird, ohne Führung.

"Ich liebe die Herausforderung", sagt Kramer. "Ich glaube nicht, dass ich der Alibijude bin." Der 47-Jährige steht ab Dezember an der Spitze einer Behörde, der NSU-Aufklärer völliges Versagen - möglicherweise sogar Sabotage - bei der Fahndung nach der Neonazi-Terrorzelle bescheinigten. Kramer macht deutlich, dass er sich viel mit Rechtsextremismus befasst hat, auch dem in Thüringen. Wohl auch deshalb will er für frischen Wind im Verfassungsschutz sorgen, der nur etwa 100 Mitarbeiter hat. Kramer legt Wert darauf, "nicht der klassische Jurist zu sein" - davon gebe es in den Nachrichtendiensten schon genug. Er ist studierter Sozialpädagoge mit Master-Abschluss, also "kein gelernter Schlapphut", sondern "Quereinsteiger", wie er selbst sagt.

Personalie: Der Quereinsteiger
Kein gelernter Schlapphut: Stephan J. Kramer. Foto: dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.11.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball