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Experten für Wespen

Personelle Verstärkung für den Hornissenschutz im Kreis

Um die zahlreichen Anfragen zum Thema Wespen und Hornissen über den Sommer künftig wieder besser bewältigen zu können, hat sich die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Verstärkung geholt und hat weitere ehrenamtliche Fachberater gewinnen können.

04.11.2015

Kreis Freudenstadt. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von ehrenamtlichen Fachberatern mussten die wenigen verbliebenen Helfer die Hornissenumsiedlungen im gesamten Landkreis alleine bewältigen. Nur noch in Horb und Loßburg waren solche erreichbar und hatten dadurch oft lange Anfahrtswege.

Mit einem Aufruf in der Presse wurden dann vergangenes Interessenten für dieses Ehrenamt gesucht. Mit Erfolg. Der Landkreis konnte im Juli zwölf Teilnehmer zum notwendigen Zertifizierungslehrgang der Akademie für Natur- und Umweltschutz im Umweltbildungszentrum Listhof Reutlingen entsenden. Allesamt Naturliebhaber und -schützer, darunter auch aktive Imker und Mitglieder der Feuerwehren.

Neben der Theorie wurde dort auch praktisch ein Hornissennest umgesiedelt. Alle Teilnehmer dürfen sich nun „Ehrenamtliche Fachberater für den Hornissen- und Wespenschutz“ nennen. Damit stehen für die Bürger im Landkreis nunmehr 15 Berater zur Verfügung, eine im Landesdurchschnitt ganz beachtliche Anzahl. Der Landkreis übernahm die Teilnahmegebühren, die Naturschutzverwaltung des Landes die Kosten für die Schutzausrüstung.

Eine Beratung ist schon notwendig, weil nicht alle geplagten Anrufer den Unterschied zwischen einer Wespe und einere Hornisse kennen.

Die Wespen genießen nur einen allgemeinen Schutz. Das bedeutet freilich dennoch, dass sie nicht ohne triftigen Grund getötet werden dürfen. Hornissen sind in den 70-er Jahren fast ausgestorben und daher bis heute besonders geschützt. Ihre Nester dürfen generell nicht beseitigt werden.

In wenigen Ausnahmefällen ist dies aber notwendig. Zum Beispiel, wenn der Kindergartenbetrieb wegen eines Nests am Spielplatz leidet oder wenn wegen Hornissen im Rolladenkasten die Hausbewohner gefährdet sind. Dann kommen die Fachberater ins Spiel, denn nur sie haben die notwendige Ausbildung und Ausnahmegenehmigung.

Die Nester werden dann vorsichtig abgebaut, die Hornissen eingefangen und beide zusammen dann an sicherer Stelle wieder in einen Umsiedlungskasten gesetzt. So kann das Volk, welches nur bis zum Herbst lebt, seine Nachkommen noch ausbrüten.

Zur Auftakt- und Einsatzplanungs-Veranstaltung für die neuen Fachberater konnten Silke Finkbeiner und Wolfgang Diehl von der Unteren Naturschutzbehörde fast alle Freiwilligen im Landratsamt begrüßen. Die Rufnummern der Fachberater sind in einem Merkblatt der Naturschutzbehörde enthalten. Dieses ist in Kürze auf der Homepage des Landratsamts zu finden oder auch per Post erhältlich. Es wird zudem noch an die Gemeinden verteilt.

Info Weitere Infos gibt es bei der Unteren Naturschutzbehörde, Telefon 07441/920-5034 oder 07441/920-5035

Personelle Verstärkung für den Hornissenschutz im Kreis

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04.11.2015, 12:00 Uhr

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