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Kommentar

Pest und Cholera?

27.03.2018

Von HAJO ZENKER

Berlin. Hunderttausende Menschen sterben jährlich an Infektionen mit Erregern, gegen die Antibiotika nicht mehr wirken. Der Grund: Die Bakterien haben sich auf bekannte Antibiotika eingestellt. Auch, weil häufig in Unmengen oder unnötig verschrieben wird. Zudem hat die Forschung keine neuen Mittel gefunden. Eine tödliche Mischung.

Trotzdem wird das Problem unterschätzt, wie man an den Zahlen zur Antibiotika-Verschreibung sehen kann. Selbst wenn man unterstellt, dass in einigen Ländern Teile der Bevölkerung in den vergangenen Jahren erstmals medizinische Versorgung und damit Antibiotika erhielten, weist die starke Zunahme des Verbrauchs auf viel unnötigen Konsum hin. Auch die Politik ist säumig. Der Bundesregierung muss man zugute halten, das in der G20 und der EU thematisiert zu haben. Auf offene Ohren stieß sie aber selten.

Derweil machen die Erreger das, was sie besonders gut können: sich verändern, um zu überleben. Bleiben sie uns weiter weit voraus, bringen lange gezähmte Krankheiten bald wieder massenhaft Leid und Tod. Dann könnten sogar Typhus, Pest und Cholera zurückkehren.

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Erstellt:
27. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. März 2018, 06:00 Uhr

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