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Peymann wirft Kretschmann «Naivität und Einfalt» vor
Claus Peymann war zuletzt Intendant des Berliner Ensemble. Foto: Jörg Carstensen/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Peymann wirft Kretschmann «Naivität und Einfalt» vor

Die Kritik von Theatermacher Claus Peymann am Baustellengeschehen in Stuttgart artet in einen Schlagabtausch mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) aus.

06.03.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Der 80 Jahre alte Peymann warf dem Regierungschef in einem vom Schauspiel Stuttgart veröffentlichten Brief vom Dienstag «Naivität und Einfalt» vor. Demnach sieht sich Peymann durch einen Brief Kretschmanns aufgefordert, sich mit seiner Empörung über die Zustände in Stuttgart an die Bürger zu wenden – und nicht an die Politik. Peymann hatte Stuttgart als beschädigte und menschenfeindliche Stadt bezeichnet.

Die «Stuttgarter Zeitung» und die «Stuttgarter Nachrichten» hatten zuvor aus dem Brief Kretschmanns an Peymann zitiert, in dem der Regierungschef darauf hingewiesen habe, dass eine Volksabstimmung zugunsten des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 ausgegangen war. «Sie müssen Ihre Kritik also direkt an das Volk von Baden-Württemberg richten», schrieb Kretschmann demnach an den Theatermacher.

Peymann fragte, ob es denn Humor oder Zynismus sei, wenn Kretschmann allen Ernstes verlange, er möge die Bürger für die Volksabstimmung zur Rechenschaft ziehen: «...kein schwäbischer Freigeist, sondern ein farbloses Schreiben für die Akten?» Und noch einmal äußerte er sich empört darüber, wie die «grüne Administration» - die Landesregierung und die Stadt - mit ihren Bürgern umspringe.

«Ein verwirrendes, nur von Technik diktiertes Wegesystem führt die Menschen bei Tag und bei Nacht, in schlechtem Licht, durch Matsch und Schlamm - oft in die Irre.» Zugleich räumte er ein, dass er das Schauspiel, wo er 40 Jahre nach seiner Intendanz unlängst Shakespeares «König Lear» inszenierte, doch hinter den Bauzäunen wiedergefunden habe.

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06.03.2018, 14:03 Uhr | geändert: 06.03.2018, 14:00 Uhr

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