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Pfrondorfer Straße war bis 16 Uhr wegen Gaslecks voll gesperrt
Zunächst näherten sich Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät und verstopften das Loch in dem defekten Gasrohr mit Holzkeilen. Dann übernahmen Mitarbeiter des Gasnotdienstes der Stadtwerke und einer Baufirma: Sie sicherten die defekte Leitung provisorisch. Bild: Metz
35 Feuerwehrleute im Einsatz in der Nähe der Adlerkreuzung

Pfrondorfer Straße war bis 16 Uhr wegen Gaslecks voll gesperrt

Mit über 30 Leuten rückte die Feuerwehr am Mittwoch in die Pfrondorfer Straße aus: Dort war Gas aus einer verrosteten Leitung geströmt.

19.10.2016
  • job/hz

Um kurz vor 12 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehrleitstelle ein: In der Pfrondorfer Straße hatten Mitarbeiter der Stadtwerke bei Arbeiten an einem Hausanschluss Gasgeruch wahrgenommen. Wie sich herausstellte, war ein Teil der von ihnen freigelegten Versorgungsleitung gerissen: Gas strömte aus. Die Bauarbeiter schaufelten schnell wieder Erde darauf, um die Brandgefahr zu verringern.

Die Feuerwehr rückte mit 35 Mann an. Mit Atemschutzgeräten näherten sich die Einsatzkräfte dem Leck und verstopften das Loch zunächst mit Holzkeilen. Die Leitwarte der Stadtwerke Tübingen war bereits informiert, der Gasnotdienst ebenfalls schnell vor Ort.

Die Polizei sperrte aus Sicherheitsgründen die Pfrondorfer Straße zwischen der Wilhelmstraße und der Neuhaldenstraße. Das Gebäude mit der Hausnummer 4 wurde evakuiert.

Wie sich herausstellte, war wohl schon bei Bauarbeiten vor einigen Jahren die Isolierung der von 1973 stammenden Gasleitung verletzt worden. Dadurch war Wasser an das Stahlrohr gedrungen, das daraufhin durchrostete. Nach Auskunft von Stadtwerke-Sprecher Johannes Fritsche tritt bei solchen Lecks Gas nur in so geringen Mengen aus, dass keine Gefahr besteht. Solange sie unter der Erde liegen. Wird eine solche Leitung allerdings freigelegt, kann sich der Brennstoff entzünden. Explosionsgefahr bestand nach Auskunft des Feuerwehreinsatzleiters Thomas Löhr aber nicht. Allerdings kann aus so einem Leck eine meterhohe Flamme schießen – dazu reicht ein Funken in der Nähe. Um sie sicher abzudichten, begannen Feuerwehr und Gasnotdienst, die Leitung freizulegen. Dabei stellte sich heraus, dass das Rohr auf einer Länge von ein bis zwei Metern löchrig war.

Die Abdichtungsarbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Erschwert wurden sie dadurch, dass parallel zur Gasleitung eine Wasserleitung verlegt ist. Ausgerechnet im Abschnitt des rostigen Rohrs gab es zwei einbetonierte Wasserschieber. Deshalb musste der Beton vorsichtig von Hand mit Hammer und Meißel abgetragen werden, um die Lecks mit Gewebeband provisorisch zu sichern. Gegen 16 Uhr wurde die Pfrondorfer Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Das schadhafte Stück wird in den kommenden Tagen komplett ausgetauscht. Derartige Gas-Niederdruckleitungen werden nach Auskunft der Stadtwerke alle drei Jahre mit einem Spürgerät an der Oberfläche überprüft. Pro Jahr würden so zwei oder drei beschädigte Leitungen gefunden.

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19.10.2016, 13:16 Uhr | geändert: 19.10.2016, 18:20 Uhr

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