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Karlsruhe

Pionier-Region für automatisiertes Fahren werden

Die Region Karlsruhe will zu einem Testraum für den Verkehr der Zukunft werden: Wie Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) am Donnerstag sagte, bewirbt sich ein Konsortium unter der Leitung des FZI Forschungszentrums Informatik beim Land um Fördermittel für ein «Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren».

28.04.2016
  • dpa/lsw

Karlsruhe. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen damit die Möglichkeit bekommen, ihre Systeme zu erproben.

«Die Anforderung war, im Alltag alle Verkehrssituationen anzubieten, um zu testen, ob automatisiertes Fahren möglich ist», erläuterte Mentrup. Von der Wohnstraße zur viel befahrenen Kreuzung, vom Tunnel zum Bruchsaler Schloss bis hin zu staugeplagten Autobahnabschnitten bei Stuttgart und Heilbronn - Sensoren sollen jede erdenkliche Verkehrssituation erfassen.

Der fahrerlose Shuttlebus zur nächsten Straßenbahn ist dabei genauso geplant wie automatisiertes Car-Sharing und die selbstfahrende Straßenreinigung oder die denkende Ampel, die ihre Signale selbst zur Leitstelle gibt. «Wir gehen in das Reallabor», sagte Professor Eric Sax, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung am KIT und Direktor am FZI.

Die Pionierregion soll testen, was geht. Und sie ist ein Imagefaktor: «Wir sehen das als Riesen-Chance für die Region», so Stefan Huber, Geschäftsführer Regionale Wirtschaftsförderung in Bruchsal. So etwas gebe es sonst nicht in Deutschland. Deshalb will bei dem Karlsruher Vorhaben zudem die Stadt Mannheim kooperieren.

Doch Städte wie Ulm und Stuttgart/Ludwigsburg konkurrieren ebenfalls um den Titel Testregion und das Fördergeld des Landes in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Der Stuttgarter Gemeinderat machte am Donnerstag den Weg für einen entsprechenden Förderantrag frei. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte dazu: «Stuttgart ist ein Zentrum der Mobilität und Innovation. Wir müssen uns bei diesem Thema positionieren.»

Wer am Ende das Rennen macht, soll sich im Sommer entscheiden. Würde Karlsruhe den Zuschlag bekommen, könnte das Projekt schon im Herbst starten.

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28.04.2016, 17:00 Uhr | geändert: 28.04.2016, 19:00 Uhr

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