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Staffel

Pleiten, Glück und Pannen

Die deutschen Biathletinnen laufen trotz Patzern zum Sieg. Die Kulisse machte einige nervös.

13.01.2017

Von MANUELA HARANT

Hatte beim Comeback weiche Knie: Franziska Preuß. Foto: dpa

Ruhpolding. Als Startläuferin Vanessa Hinz nach dem Stehendschießen das Gewehr auf den Rücken setzen wollte, sah sie erst, dass da noch eine schwarze Scheibe stand. Als Maren Hammerschidt, in der Kurve die Norwegerin Hilde Fenne überholen wollte, stürzten beide. Und Franziska Preuß brauchte mit aller Mühe drei Schüsse für die letzte Scheibe. Dass die deutsche Damen-Staffel beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding dennoch ihren zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte, lag schließlich an der überragenden Laufform des Quartetts, an der Nervenstärke von Schlussläuferin Laura Dahlmeier und nicht zuletzt an einer ordentlichen Portion Glück.

Denn auch Dahlmeiers fehlerfreies Liegendschießen hätte angesichts vieler Randtreffer daneben gehen können. Doch die unbekümmerte Bayerin brachte alle Treffer an, verlor mit einem Nachlader im Stehen auch nur zehn Sekunden auf Norwegen und überholte deren Schlussläuferin an der vorletzten Kuppe. „Ich wusste, wir haben ein Top-Material heute“, sagte Dahlmeier, die sich vor dem Überholen noch bremsen musste. „Ich wollte kontrolliert laufen, obwohl einen die Zuschauer extrem pushen“, sagte die Partenkirchenerin angesichts 12?000 lautstarken Fans in der Chiemgau-Arena.

Kein Wunder, dass Franziska Preuß nach fast vier Wochen Krankheitspause in diesem Hexenkessel Muffensausen hatte: „Ich war extrem aufgeregt, hatte schon beim Einlaufen weiche Knie und am Schießstand total gezittert. Das war echt krass“, sagte die 22-Jährige. Da kann die eine oder andere Panne schon passieren. Wenn es dennoch zum letztlich souveränen Sieg vor Frankreich und Norwegen reicht, braucht man sich um die Qualität im Damenteam keine Sorgen zu machen. mha

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Erstellt:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017, 06:00 Uhr

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