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Ab Herbst 2011 in Betrieb

Pliezhäuser Rat fasst Baubeschluss für neues Kinderhaus

Es bekommt vier Gruppen mit jeweils maximal zehn Kindern zwischen ein und drei Jahren: Pliezhausen baut ein neues Kinderhaus. Der Gemeinderat fasste am Dienstag den Baubeschluss – Spatenstich ist wohl im Juli.

05.02.2010
  • Matthias Reichert

Pliezhausen. Planer Hans Bühler vom Reutlinger Architekturbüro Riehle und Partner hat die veranschlagten Kosten von 2,6 auf 2,1 Millionen Euro reduziert. Das Gebäude im Wohngebiet Baumsatz wird kleiner und nach Norden versetzt, der Lichthof wird durch Lichtkuppeln ersetzt, Kinderwägen werden nun auf einem überdachten Außenplatz abgestellt. Das eingeschossige Haus bekommt eine Holzverschalung. Die Türen werden verglast, das Dach begrünt. Obendrauf kommt eine Solaranlage, geheizt wird mit Holzpellets.

Der Sindelfinger Landschaftsarchitekt Peter Neher plant nördlich und östlich neue Parkplätze. Die Kinder können auf Schleichpfaden durch Hasel- und Weidenbüsche und unter Platanen tollen, auf der Terrasse Bobbycar fahren, an der Südseite in Sandkästen spielen, im Hochbeet experimentieren. Nur für den zunächst geplanten Bolzplatz war kein Platz – er soll jetzt 600 Meter entfernt, im Wohngebiet, angelegt werden.

„Gibt es noch Möglichkeiten, Kosten zu sparen?“, wollte Ursula Marschke (FWV) wissen – für den Fall, dass die Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock des Landes kleiner würden. Die Gemeinde hat auf zwei Jahre verteilt insgesamt 830 000 Euro beantragt.

„Wir haben keine Luft mehr drin“, erwiderte Bürgermeister Christof Dold. „Da müsste man die Kubatur verkleinern oder die Standards innen senken. Das ist nicht der richtige Ansatz. Wir haben keinen Puffer eingebaut.“ Thomas Leyener (UWV) vermisste eine detaillierte Kostenberechnung in den Sitzungsunterlagen. „Nach unten gibt es keinen Spielraum.“ Der Entwurf sei zu wenig flexibel: „Ich habe ein höchst ungutes Gefühl.“

Gerade zwei Quadratmeter hat der Kreativbereich zum Planschen – „zu klein und zu ungeschützt“, fand Claus Strohmaier (UWV). „Ein Alibi-Bereich.“ Man solle umplanen oder darauf verzichten. Der Bürgermeister will die Pläne noch modifizieren: „Wir sehen das als Arbeitsauftrag.“ Beate Müller-Gemmeke (KLUB) und Monika Koch (FWV) kritisierten, dass der Bolzplatz wegfiel. Koch forderte, die Außenanlagen zu reduzieren, für die 120 000 Euro angesetzt sind: „Das könnte man reduzieren.“ Müller-Gemmeke beantragte, die Gesamtkosten auf 2,1 Millionen Euro zu deckeln. Das wurde bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Der Baubeschluss fiel bei einer Gegenstimme von UWV-Rat Leyener. Planer Bühler hofft bis Mai auf die Baugenehmigung. Im selben Monat will er die ersten Gewerke ausschreiben. Der Baubeginn ist Anfang Juli geplant, das Kinderhaus soll Ende Juli 2011 fertig sein und im Herbst in Betrieb gehen.

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05.02.2010, 12:00 Uhr

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