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Fix im Eichwasen

Pliezhausen beschließt Nachtragshaushalt

Positiv: Alle 34 Grundstücke im Baugebiet Eichwasen sind jetzt schon vergeben. Überraschend: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sinken. Den nötigen Nachtragshaushalt beschloss der Pliezhäuser Gemeinderat am Dienstag einstimmig.

23.10.2014
  • fk

Pliezhausen. Der milde Winter machte es möglich, sagte Pliezhausens Kämmerer Dieter Haug dem Rat. Schon im August konnten die Erschließungsarbeiten im Eichwasen abgeschlossen werden, nur ein paar Pflanzarbeiten stehen noch aus. Am 23. September hat der Gemeinderat alle Grundstücke vergeben, die Notartermine sind im November, das Geld soll noch dieses Jahr fließen.

Eine Zwischenfinanzierung der Erschließungskosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro entfällt dadurch. Zusätzlich werden Grundstückserlöse von 4,5 Millionen Euro erwartet. Davon werden 1,7 Millionen der laut Haug „gut gefüllten allgemeinen Rücklage“ zugeführt.

Für Investitionen stehen dort in den nächsten Jahren 4,9 Millionen Euro zur Verfügung. Auf dem Programm stehen das Kinderhaus II in Gniebel, die Kanalsanierung und die neue Musikschule. Nicht von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitiert habe man im Verwaltungshalt bei der Gewerbesteuer. Ein Unternehmen in der Gemeinde habe einen Antrag auf Herabsetzung gestellt. Statt 3,4 Millionen Euro erwartet Haug jetzt nur noch „bescheidene“ 3,1 Millionen Euro. Die Investitionsrate reduziere sich damit auf 1,1 Millionen Euro, immer noch „ein guter Wert“.

Die Kleinkindförderung durch das Land wird umgestellt. Für die Gemeinde ergeben sich deswegen geringere Zuschüsse. Für das Kindernest zahlt das Land 38 000 Euro weniger, für das Kinderhaus 99 000 Euro. Die Kostenaufteilung zwischen Land (zwei Drittel) und Gemeinde (ein Drittel) lasse sich auf Dauer nicht halten, sagte Haug auf eine Frage von Brigitte Rapp (CDU). „Wenn sie eine gute Qualität haben wollen, wird der Beitrag der Gemeinde höher sein als ein Drittel. Das ist ein Geschäft, das ein deutlicher Zuschussbetrieb sein wird.“ Bürgermeister Christof Dold ergänzte: „Wir kommen aus der Verantwortung nicht mehr heraus und werden am Ende des Tages zur Kasse gebeten.“

Trotz eines kleinen Verlusts bei der Wasserversorgung hält die Gemeinde den Wasserpreis konstant bei 1,50 Euro pro Kubikmeter. „Wir verzichten auf eine Gewinnerzielung“, sagte Haug. Den Gewinn für die Gemeinde müssten die Bürger über Gebühren bezahlen.

Für die nächsten Jahre sieht der Leiter des Finanzwesens „keine erfreulichen Zahlen“. Die Umlagen werden steigen, die allgemeine Umlage um 486 000 Euro, die Kreisumlage um 165 000 Euro. „Das wird uns schlauchen im Verwaltungshaushalt“, prognostizierte Haug: „2015 wird schwieriger werden als 2014.“

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23.10.2014, 12:00 Uhr

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