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Kommentar

Politik ohne Überblick

08.03.2018
  • AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Die Geschichte des Scheiterns der Schulverwaltungs-Software ASV in Baden-Württemberg ist die Geschichte einer kaum fassbaren Verschwendung von Steuergeld. Da läuft ein Projekt seit 14 Jahren. Sechs Kultusminister (alle CDU oder SPD) hatten damit zu tun, der Rechnungshof rügte, der Landtag ließ sich berichten. Doch bis heute sind zwar Millionen-Kosten aufgelaufen, das ursprüngliche Ziel aber wurde nicht erreicht: eine gemeinsame Software für die Verwaltung aller Schulen und des Schulsystems.

Weil es keine gemeinsame Software gibt, gibt es auch keine vernünftige und aktuelle Datenbasis über die Lage an den Schulen. Alle reden von Lehrermangel und beklagen Unterrichtsausfall, aber keiner kennt die wirklichen Dimensionen. Denn die Schulverwaltung funktioniert offenbar in weiten Teilen auf frühneuzeitliche Art und Weise.

Das Beispiel Bayern zeigt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das Gewürge in Baden-Württemberg bedeutet dagegen, dass die politisch Verantwortlichen gar keinen echten Überblick über die Probleme haben, die sie lösen sollen. Das ist fast schlimmer als die Geldverschwendung.

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08.03.2018, 06:00 Uhr

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