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Kommentar Fall Amri

Politischer Schutzschild

Vier Monate vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl gerät Landesinnenminister Ralf Jäger zunehmend in Bedrängnis. Offenkundige Fehleinschätzungen und Überwachungs-Pannen der Sicherheitsbehörden im Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri werden dem Sozialdemokraten von der Landtagsopposition angelastet.

20.01.2017
  • JOHANNES NITSCHMANN

Düsseldorf. Während seiner Amtszeit ist Jäger schon häufiger unter Beschuss geraten. Doch bei vorangegangen Affären – wie der Kölner Silvesternacht 2015 – konnte er mit seiner forschen Vorwärtsverteidigung den Kopf noch aus der Schlinge ziehen.

Im Fall Amri preschte Jäger womöglich zu schnell vor. Nach dem Attentat erklärte er, der Tunesier habe seit Februar 2016 in Berlin gelebt und sei nur kurz in NRW aufgetaucht. Inzwischen liefern die Akten ein anderes Bild.

Minister stürzen selten über die eigentliche Affäre, sondern meist über Fehler bei der Aufklärung. Jägers Schicksal hängt an der NRW-Wahl im Mai. Falls ihn die SPD im Wahlkampf für eine Belastung hält, müsste er um sein Amt bangen. Aber wenn ihn Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entlässt, stünde sie am Ende allein da – ohne Abfang-Jäger.

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20.01.2017, 06:00 Uhr

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