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Schwungvoller Drogenhandel

Polizei nimmt einen Verdächtigen fest und verstärkt die Kontrollen

Die Polizei versucht mit größeren Kontrollen im Alten Botanischen Garten einem „schwungvollen Handel“ mit Marihuana Einhalt zu gebieten. Ein 28-Jähriger mutmaßlicher Dealer sitzt in Untersuchungshaft.

18.09.2014
  • Hans-Jörg Schweizer

Tübingen. Seit April hätten sich Anwohner und Besucher des Alten Botanischen Gartens verstärkt bei Stadt und Polizei beklagt, dass dort von Schwarzafrikanern Drogen-Geschäfte abgewickelt würden. Seit Frühjahr überwachten deshalb Rauschgiftermittler die Parkanlage und fanden heraus, dass die Verdächtigen die Drogen vor Ort deponierten und nur bei Bedarf aus den Bunkerplätzen holten, um sie an Käufer – darunter Jugendliche – abzugeben. Verdeckte Ermittler identifizierten bei so genannten Beweiskäufen drei Tatverdächtige im Alter von 20, 24 und 28 Jahren, gegen die der Ermittlungsrichter Haftbefehle erließ.

Der 28-Jährige wurde am Mittwoch in einem Reutlinger Asylbewerberheim festgenommen, der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Der 20-Jährige war hingegen Anfang September nach Italien abgeschoben worden, wo er Asylantrag gestellt hatte. Nach dem 24-Jährigen wird gefahndet.

Bei einer Kontrolle im Alten Botanischen Garten am Nachmittag des 2. September hatten die Ermittler zwölf Tatverdächtige angetroffen und zehn Depots gefunden: In zwei Erdbunkern waren etwa 60 Gramm Marihuana versteckt, abgepackt in Portionen zu je 2,5 Gramm. Bei einer großen Aktion mit etwa 30 Beamten unter Federführung der Reutlinger Rauschgiftermittlungsgruppe wurden nun diese Woche am Mittwochnachmittag 22 Verdächtige kontrolliert. Keiner von ihnen hatte Drogen bei sich. Im Gebüsch und am Ufer der Ammer hob die Diensthundeführerstaffel jedoch sechs bestückte und eine große Zahl leerer Bunkerplätze aus. Die Ermittler stellten etwa 100 Gramm Marihuana und Verpackungsmaterial sicher. Ermittlungen zwecks Zuordnung der Drogen sind eingeleitet.

Zur Eindämmung des Drogenhandels will die Polizei nun mit dem Tübinger Ordnungsdienst im Alten Botanischen Garten und an anderen einschlägigen Drogenumschlagplätzen wie Hauptbahnhof oder Anlagenpark kontrollieren und gegebenenfalls Platzverweisverfahren einleiten.


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