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Abzocke am Telefon

Polizei warnt vor falschen Gewinnversprechen

Besonders ältere Menschen fallen immer wieder auf falsche Gewinnversprechungen am Telefon herein – und verlieren dabei ihr Erspartes. Denn vor einer Auszahlung müssen die Angerufenen für angeblich angefallene Kosten in Vorleistung treten. Den Gewinn bekommen sie jedoch nie. In Pliezhausen wurde mit dieser Masche eine 70-Jährige um über 10 000 Euro gebracht.

10.11.2015

Pliezhausen. 80 000 Euro hätte sie gewonnen, bekam die 70-jährige Pliezhäuserin vor wenigen Tagen am Telefon mitgeteilt. Das Geld werde durch einen Kurier in Anwesenheit eines Notars in bar übergeben. Allerdings könne die Bank den Betrag erst ausbezahlen, wenn sie eine Versicherung abschließen würde. Den entsprechenden Betrag in Höhe von knapp 6 000 Euro müsse die 70-Jährige per Bargeldtransfer nach Griechenland überweisen.

Beim nächsten Anruf bekam die 70-Jährige mitgeteilt, beim Transfer habe es Probleme gegeben. Die selbe Summe müsse sie jetzt erneut überweisen. Als jedoch auch nach dieser Zahlung weitere Forderungen für Gebühren über 10 000 Euro kamen und die Geschädigte diese Summe nicht auftreiben konnte, wurde sie schließlich doch stutzig. Sie meldete sich bei der Polizei.

Aktuell bekämen häufig ältere Menschen angebliche Gewinne am Telefon versprochen, warnt die Polizei in einer Pressemitteilung. Meist müssten die Gewinner zunächst für angebliche Steuern oder andere Kosten in Vorleistung treten. Eine Auszahlung des Gewinns erfolge jedoch nie. Opfer müssten meist mit weiteren Anrufen und Forderungen rechnen. Die Täter würden sich als Rechtsanwälte, Notare, Polizeibeamte und auch Staatsanwälte ausgeben. Oft täuschten sie seriöse Rufnummern vor und gäben klare Zahlungsanweisungen oder drohten gar zur Einschüchterung mit einer Strafanzeige.

Gewinnversprechen am Telefon sollten daher keinen Glauben geschenkt werden – insbesondere wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen geknüpft ist.

  • Von angeblichen Amtspersonen am Telefon sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden nötigten niemand am Telefon zu einer Geldüberweisung.
  • >> Telefonisch keine persönlichen Informationen weitergeben.
  • >> Im Zweifelsfall immer vorher die Polizei verständigen.
  • >> Auskünfte über Personen oder Firmen können im Internet oder bei den Verbraucherzentralen eingeholt werden.
  • >> Weiter Informationen im Netz unter www.polizei-beratung.de oder www.pfiffige-senioren.de. ST

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10.11.2015, 12:00 Uhr

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