Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Rottenburger Top-Spieler verletzt sich im ersten Spiel

Pompe ersetzt Kaczmarek

In den Spielpausen wummerten die Bässe, auf dem Spielfeld schlugen sich vor 800 Zuschauern zum Auftakt der Rottenburger Sun Days die Beachvolleyballer die Bälle um die Ohren. Nur die möglicherweise schwere Verletzung von Thomas Kaczmarek trübte die gute Stimmung in der Schänzle-Arena.

04.08.2012
  • bernhard schmidt

Rottenburg. Er war an der Seite seines Partners Alexander Walkenhorst der Star des Exhibition-Turniers, außerdem als Rottenburger der Local Hero. Doch schon im mit Spannung erwarteten ersten Spiel gegen das Nachwuchsduo Armin Dollinger und Malte Stiel, die Vereinskollegen vom TV Rottenburg, war für „Kacze“ Endstation. Es waren gerade fünf Minuten gespielt, als sich Kaczmarek nach einer Abwehraktion das Knie verdrehte, sichtlich mit Schmerzen im Sand liegen blieb und kurz danach verzweifelt die Hände vors Gesicht schlug. Die Sanitäter mussten ihn mit der Trage aus der Arena tragen.

Im schlimmsten Fall, so mutmaßten die Kollegen und Veranstalter, hat sich Kaczmarek das Kreuzband gerissen, im günstigsten Fall ist ein Knorpel eingeklemmt und der EM-Fünfte könnte in zwei Wochen wieder trainieren. Sollte aber das Kreuzband gerissen sein, wäre für den Top-Beachvolleyballer, der sich so aufs Heimspiel in Rottenburg gefreut hatte, die Saison gelaufen, der Traum vom Titel bei der DM in Timmendorfer Strand vom 24. bis 26. August geplatzt.

Auch der sonst so redselige Partner Alexander Walkenhorst, der fassungslos zusehen musste, wie sein Partner in die Klinik gefahren wurde, holte erst tief Luft, bevor er zu einem Kommentar bereit war: „Was Dümmeres hätte nicht passieren können, Kacze war doch sonst immer gesund geblieben.“ Das Regelwerk sieht für den Fall einer Verletzung vor, dass Walkenhorst für die DM mit einem neuen Partner antreten darf. Doch der gebürtige Wuppertaler ist sich sicher: „Es wird keiner sein, der die Klasse von Kacze hat.“

Die Partie wurde nach dem Abbruch mit 2:0 für Dollinger/Stiel gewertet. Doch Walkenhorst hatte fürs Turnier schnell einen neuen Partner gefunden: Matthias Pompe, einst Kapitän der Rottenburger Erstliga-Mannschaft und heute beim TV Bühl aktiv, zufällig als Zuschauer an alter Wirkungsstätte, füllte die Lücke, die Kaczmarek hinterlassen hatte. Ein Kombination, die nicht lange braucht, um zu harmonieren. Die beiden haben einst in Bocholt in der zweiten Liga schon zusammen gespielt.

Nach dem unglücklichen Ausgang der Partie bekamen die Zuschauer zur Entschädigung fürs Warten ein besonders spannendes und hochklassiges Spiel geboten. Stefan Schmeckenbecher, Rottenburgs „Mister Volleyball“ stand zusammen mit Eric Koreng, dem Fünften bei den Spielen von Peking, den dreifachen Masters-Sieger, dem niederländischen Tandem Tim Oude Elferin und Richard Rademaker, gegenüber.

Den ersten Satz gewann die Rottenburger/Hamburger Kombination zur Freude der Zuschauer mit 21:18. Im zweiten Durchgang hatten die beiden gegen die Niederländer dann viel mehr Widerstände zu überwinden. Im Schatten der Eichen über der Schänzle-Arena brauchten Schmeckenbecher/Koreng sage und schreibe zehn Matchbälle, um den zweiten Satz mit 32:30 und damit das erste Gruppenspiel zu gewinnen. Allerdings vergaben auch die Niederländer zwei Satzbälle.

Die EM-Teilnehmer aus dem Nachbarland hatten immer wieder ganz bewusst auf den vermeintlich schwächeren Schmeckenbecher gespielt, sich dabei allerdings gehörig verkalkuliert. Denn „Schmeckes“ hielt auch die schwierigsten Bälle im Spiel, punktete selbst mit harten Schmetterschlägen die Linie entlang oder diagonal, überlobte aber auch je nach Bedarf gekonnt den gegnerischen Block.

Pompe ersetzt Kaczmarek
Um 22 Uhr beendeten gestern Walkenhorst/Pompe gegen die Österreicher Müller Wutzl, Endergebnis 1:2, vor 800 Zuschauern den ersten Tag des Rottenburger Beachvolleyballturniers. Als nachmittags in der Gruppe D die Tschechen Jan Dumek (mit blauer Kappe) und Martin Tichy die Niederländer Tim Oude Elferink (mit weißer Kappe) und Richard Rademacher mit 2:1 besiegten, gab’s noch reichlich Platz auf den Rängen in der Schänzle-Arena. Bild: Sommer

Schon um zwölf Uhr hatten gestern beim internationalen Beachvolleyballturnier im Rottenburger Schänzle die Gruppenspiele begonnen. In der ersten Partie besiegte Rimke Braakman (Niederlande) Monika Brzostek/Kinga Kolosinka (Polen) 2:0. Gruppe B: Simona Fabjan/Andreja Vodeb (Slowenien) – Mélody Benhamou/Déborah Giaoui (Frankreich) 2:0. Männer Gruppe C: Armin Dollinger/Malte Stiel (TV Rottenburg) – Daniel Müllner/Jörg Wutzl (Österreich) 1:2. Männer Gruppe D: Tim Oude Elferink/Richard Rademaker (Niederlande) – Jan Dumek/Martin Tichy (Tschechien) 1:2, Broszek/Kilosinka – Karia Borger/Britta Büthee (Stuttgart) 0:2, Benhamou/Giaoui – Christine Aulenbrock/chantal Laboureur (Stuttgart) 1:2, Dollinger/Stiel – Kaczmarek/Walkenhorst 2:0, Elferink/Rademaker – Schmeckenbecher/Koreng 0:2, Braakman/Stiekema – Borger/Büthe 0:2, Müllner/Wutzl – Walkenhorst/Pompe 2:1.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.08.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball