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Stadttauben auf Diät

Population der Vögel soll reduziert werden

Die Tübinger Tauben sind auf Schmalkost gesetzt, ihre Eier werden weiterhin gegen Gipseier ausgetauscht. Weil die Tauben-Diät den bisherigen ehrenamtlichen Fütterern und Eieraustauschern missfällt, kostet das Taubenkonzept die Stadt fortan 30.000 Euro im Jahr.

20.09.2012
  • slo

Tübingen. Es sind nun Beschäftigte der Bruderhaus-Diakonie, die sich um die Tübinger Tauben kümmern. Sie füttern sie, nehmen ihnen die Eier weg, legen Gipseier dafür in die Nester und zählen den Bestand. „Die Population muss auf das richtige Maß gesetzt werden“, begründete Ordnungsamtsleiter Rainer Kaltenmark am Montag im Verwaltungsausschuss das Diätprogramm.

Mittlerweile haben Kaltenmark und die Bruderhaus-Diakonie das Dachgeschoss eines Hauses in der Eisenbahnstraße mit Tauben besiedelt. Es ist das Ersatzquartier für die inzwischen abgerissene Bauruine an der Blauen Brücke.

Etwa ein Dutzend Jungvögel seien in den neuen Taubenschlag gebracht worden, sagte Kaltenmark. Sie stammen aus einem „illegalen Taubenschlag“, also einem, den sich die Tauben selber ausgesucht haben und der vom städtischen Programm nicht erfasst ist. Die Tiere sind etwa einen Monat alt und bisher in ihrer neuen Unterkunft noch eingesperrt. Eine Zeitlang werden sie dort gefüttert, dann wird der Taubenschlag geöffnet. „Tauben sind ihrem Standort treu, sie kommen immer wieder zurück“, so Kaltenmark.

Zur reduzierten Fütterung gehört auch, dass das Fütterungsverbot sanktioniert wird. 35 Euro kostet es, wenn man Tauben Brot oder Körner hinwirft. Teurer wird das systematische und gewollte Füttern, das das Taubenkonzept gefährdet: Dafür wird ein Zwangsgeld von mindestens 200 Euro verhängt.

Zur Zeit bereitet die Stadtverwaltung einen Flyer vor, in dem über die Taubentürme informiert und das Konzept erklärt wird. Er soll in den öffentlichen Ämtern ausgelegt und an die Bevölkerung verteilt werden.

Population der Vögel soll reduziert werden

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20.09.2012, 12:00 Uhr

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