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Post-SV weiter in der LAV

Erst wollten sie raus aus der LAV Tübingen – und jetzt doch wieder nicht. Etwa 90 Mitglieder des Post-SV Tübingen stimmten bei ihrer außerordentlichen Versammlung über den Verbleib in der LAV Tübingen. Mit eindeutigem Votum.

25.06.2015
  • tzu

Tübingen. Zwei Stunden debattierten die etwa 90 Post-SV-Mitglieder im TSG-Heim unter der Moderation von Detlef Reeg, dem Tübinger Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport. Dann stimmten sie ab – und zwar deutlich: Ohne Gegenstimme und bei zwei Enthaltungen plädierten sie für den Verbleib als Gesellschafterverein bei der LAV Tübingen. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Post-SV-Vorsitzender Heinrich Hempel dem TAGBLATT. Denn die Vorstandsmitglieder des Vereins hatten sich schon im Vorfeld für einen Verbleib ausgesprochen.

Plädoyer für mehr Breitensport

Bei der Jahreshauptversammlung am 13. Mai war die Stimmung noch eine ganz andere: Da forderten die Mitglieder den Austritt aus der Leichtathletik-Vereinigung. Fehlende Offenheit und Transparenz bei den Finanzen kritisierten sie dort, hauptsächlich jedoch eine zu hohe Konzentration auf den Spitzensport. „Der TAGBLATT-Artikel über die LAV-Jahreshauptversammlung hat die Probleme ja offen dargelegt“, sagte Hempel. Der Stimmungsumschwung sei auch mit jener LAV-Versammlung begründet, auf der Mitglieder das erwirtschaftete Minus im vergangenen Jahr und Missstände im Verein anprangerten, Vorsitzender Eugen Höschele und Schatzmeister Uwe Dannenmann ihren Rücktritt verkündeten. „Wir haben jetzt den Eindruck, dass die LAV wieder mehr in Richtung Breitensport, Kinder- und Jugendarbeit geht“, sagte Hempel, „also zu dem, was die LAV eigentlich auch war.“

Nach dem Votum auf der Jahreshauptversammlung für einen Austritt, hätte der Post-SV bis zum 30. Juni seine Kündigung abgeben müssen. Der Vorstand wollte sich damit allerdings nicht abfinden und hat deshalb noch kurz vor dem Stichtag diese außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der ausdrücklich über den Verbleib abgestimmt werden sollte. „Seit der Hauptversammlung hat sich ja auch einiges bewegt“, sagte Hempel. So kam der LAV-Beirat zusammen, also die Vorsitzenden der sieben Gesellschaftervereine. Diese haben sich dort unter anderem auch einen genaueren Überblick über die finanzielle Situation verschaffen können, berichtete Hempel. „Wir haben gewisse Informationen, die wir bei der Hauptversammlung noch nicht hatten“, sagte der Post-SV-Vorsitzende, „seit Mai hat sich viel bewegt. Wäre alles so weiter gelaufen wie bisher, wäre es für uns wesentlich schwerer geworden, in der LAV zu bleiben.“ Hempel lobt dabei die Zusammenarbeit der LAV-Vereine.

Der Verbleib ist allerdings verbunden mit dem Wunsch nach einer anderen sportlichen Ausrichtung der LAV. „Uns ist vor allem die Breite, die Kinder- und Jugendarbeit wichtig“, bekräftigte Hempel erneut. Ob dann gar keine Top-Athleten mehr wie Hochsprung-Ass Marie-Laurence Jungfleisch unter Vertrag genommen werden sollen? Hempel will diese Frage nicht direkt beantworten. Erst mal ist er froh, dass sich sein Verein pro LAV entschieden hat. „Sonst wäre die Abwärtsspirale dort noch weiter nach unten gegangen.“

Post-SV weiter in der LAV
Heinrich Hempel

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25.06.2015, 12:00 Uhr

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