Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Opec-Entscheidung ohne große Auswirkungen

Preis für Heizöl wird sich wenig verändern

Der Anstieg der Ölpreise muss die Verbraucher in Deutschland wohl nicht beunruhigen. Benzin und Diesel werden wohl nicht viel teurer werden.

01.10.2016
  • DPA

Hamburg. Der Herbst beginnt, es wird kühler – und langsam Zeit, die Heizung wieder aufzudrehen. Die Kosten fürs Heizen sind seit zwei Jahren gesunken. Daran wird kurzfristig auch die Opec nichts ändern, die sich auf eine Begrenzung der Fördermengen verständigte. Fragen und Antworten zum Thema:

Wird Heizöl nun teurer? Kaum. Auch der Preis für Heizöl ging zwar vorerst in die Höhe, gegenwärtig sind im Durchschnitt 51 EUR für 100 Liter zu bezahlen (inklusive Mehrwertsteuer). Im Januar und Februar waren es kurzzeitig sogar weniger als 40 EUR gewesen. Eigenheimbesitzer und Mieter können sich derzeit nicht beklagen, wenn sie mit Heizöl heizen. Zuletzt waren die Preise vor sieben Jahren auf einem vergleichbaren Niveau, seitdem meistens viel höher. Vor einem Jahr war Heizöl rund 5 EUR teurer. Zwischen 2011 und 2014 kostete es noch mehr als 80 EUR , in der Spitze mehr als 96 EUR .

Und wie sieht es beim Benzin aus? Der aktuelle Preis für Diesel liegt bei 1,08 EUR je Liter, für Superbenzin E10 bei rund 1,28 EUR . Vor einem Jahr waren es noch 2 bis 3 Cent mehr. Damit sind die Kraftstoffpreise auf Jahressicht relativ stabil. Sie schwanken jedoch nach wie vor sehr stark nach Tageszeiten und sind auch regional verschieden. Der ADAC glaubt nicht, dass die Opec-Entscheidung das Preisniveau insgesamt merklich verändert. Jürgen Albrecht vom Autofahrerclub nennt einen Grund: „Der Ölmarkt zeichnet sich weiterhin durch eine Überversorgung aus.“ Außerdem wird der Preis hauptsächlich von der Steuer bestimmt.

Mehr als die Hälfte der Haushalte heizen mit Gas. Haben sie mit Auswirkungen zu rechnen? Die Öl- und Gasmärkte haben sich zunehmend entkoppelt. Der Preis für Heizöl ist in den vergangenen beiden Jahren um rund 40 Prozent gesunken, der Preis beim Gas nicht einmal 10 Prozent. Die Gasversorger mussten zwar weniger für das Gas bezahlen, aber höhere Leitungskosten verkraften. Viele Versorger wollen jetzt die Preise um rund 7 Prozent senken.

Dann wird die nächste Heizsaison also günstiger als die vergangene? So war es in den vergangenen beiden Jahren. Die Ausgaben der privaten Haushalte für Energie sind insgesamt rückläufig. Wird der Winter kalt, dann wird es teuer.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

01.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball