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Runde Sache trotz Kubus

Preisgericht für Kindergarten-Neubau hat entschieden

Als einstöckiges Atriumhaus hat Peter Krebs aus Karlsruhe den Neubau des Meinrad-Kindergartens konzipiert. Damit gewann er am Samstag den Architektenwettbewerb der Dompfarrgemeinde.

09.02.2010
  • walther puza

Rottenburg. Im Jahr 1967 wurde der katholische Kindergarten St. Meinrad in das damalige Neubaugebiet „Hinter den Kräutergärten“ zwischen Theodor-Heuss- und Sofienstraße gesetzt. Jetzt will ihn die Domgemeinde – sie ist Trägerin – abreißen und neu bauen lassen; und das bei laufendem Kindergartenbetrieb. Deshalb luden Dompfarrer Harald Kiebler und der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Waldemar Teufel, sieben Architekten zu einem Wettbewerb ein, unter ihnen auch drei Rottenburger Büros.

Gewonnen hat ihn nun der Karlsruher Peter Krebs, der unter anderem den Andachtsraum in der Neuen Messe Stuttgart gestaltet hat, mit dem Entwurf eines Atriumhauses. „Sein Baukörper fügt sich als eingeschossiger Kubus in den Bestand der Ein- und Mehrfamilienhäuser der Umgebung gut ein“, erklärte Diözesanbaumeister Heiner Giese die Jury-Bewertung. Zudem gewähre der Bau mit seinen Räumen, die sich um einen Innenhof (Atrium) gruppieren, Geborgenheit und Schutz für die Kinder.

„Denn“, so Giese, „der Kindergarten hat natürlich auch die Aufgabe, dass er Kindern ein Zuhause bietet“. Im Meinrad-Kindergarten gibt es zwei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten und eine Ganztagesgruppe. Hinzu kommt die Krippe für die Unter-Drei-Jährigen und die eingemietete private Betreuungsinitiative „Kleine Strolche“. Für insgesamt rund 100 Kinder gilt es also, dieses neue „Zuhause“ zu schaffen.

Krebs reißt dazu die ehemalige Hausmeisterwohnung und den Verbindungsbau aus dem Jahr 2000 ab. So kann er westlich des bestehenden Altbaus seinen Neubau platzieren. Den Zugang errichtet er an der Theodor-Heuss-Straße. „Es soll schön und praktisch sein“, sagt Krebs selbst: „Die Kinder wohnen um diesen lichten Hof mit Baum herum“. Praktischerweise habe er die Sanitärräume beispielsweise direkt an die Gartentüren gesetzt, damit die Kinder nicht verdreckt durch das ganze Haus müssen. Im Prinzip wolle er „eine heitere Grundstimmung erreichen“, sagt der 44-Jährige, weshalb der schlichte weiße, von einem grünen Flachdach bekrönte Bau im Inneren mit viel warmem Holz ausstaffiert werden soll.

Zum Kindergartenjahr 2011/ 2012 dürfen die Kinder nach Plan bereits einziehen. Bis dahin werden rund 1,8 Millionen Euro verbaut sein. 400 000 Euro sollen durch Zuschüsse, die beispielsweise aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm kommen, gestemmt werden. Die restlichen Kosten wollen sich Stadt (70 Prozent) und Domgemeinde (30 Prozent) teilen.

Holger Keppel freut sich: „Auch wenn es kubisch ist, ist es eine runde Sache“. Der Baubürgermeister lobte den „wunderschönen Kindergarten mit einer zeitlosen, länglich gestreckten, kubischen Form“. Der Entwurf biete viel Platz zum Spielen im Freien und spare durch seine Einstöckigkeit Treppen und Aufzüge ein. Zudem ließen sich dank der geschickten Planung noch hier und da Veränderungen im Entwurf einbringen, wenn das die Experten wünschten – Kindergartenleiterin Ute Zahlmann gehörte dem Preisgericht als sachverständige Beraterin an. Das letzte Wort hat der Kirchengemeinderat: Er müsste Krebs mit der weiteren Bearbeitung des Projekts beauftragen.

Preisgericht für Kindergarten-Neubau hat entschieden
Peter Krebs Bild: Mozer

Preisgericht für Kindergarten-Neubau hat entschieden
Peter Krebs Bild: Mozer

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09.02.2010, 12:00 Uhr

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