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Volleyballer wollen erster klimaneutraler Bundesligist werden

Pritschen für den Klimaschutz

Der größte Rottenburger Verein, der TVR, und die Hochschule für Forstwirtschaft (HFR) tun sich für den Klimaschutz zusammen. Gestern unterzeichneten HFR-Rektor Bastian Kaiser und TVR-Vorsitzender Klaus Maier auf dem Schadenweiler Hof die Kooperationsvereinbarung.

27.07.2012
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. Die Bundesliga-Volleyballer und die Fachhochschule, exzellent beim Thema Nachhaltigkeit und ressourcenschonendem Umgang mit der Natur, wollen künftig auf einem Feld zusammenspielen: dem Umweltschutz. Der TVR schickt sich mit seinem Spitzensportlern an, den Titel „erster CO2-neutraler Volleyball-Bundesligist“ zu holen.

Dabei sollen ihm Wissenschaftler der HFR behilflich sein: Sie sollen eine Analyse des Kohlendioxid-Aufkommens beim TVR-Volleyball erstellen – zum Beispiel bei der Fahrt zu Auswärtsspielen, der Versorgung von Zuschauern oder bei Beleuchtung und Heizung. Daraus soll dann eine Strategie entwickelt werden, wie sich CO2 einsparen lässt. Ein weiteres Thema sind Kompensationsgeschäfte: Mit einem „Volleyballer-Wald“ will der TVR einen Teil seines CO2-Ausstoßes ausgleichen.

Wichtig ist dem TVR aber auch die „soziale Dimension der Nachhaltigkeit“, wie es TVR-Vorsitzender Klaus Maier gestern bei der Vertragsunterzeichnung im Schadenweiler Hof ausdrückte. Mit seinen Spitzensportlern und Trainern der Verein als Vorbild und Vermittler für umweltschonendes Verhalten wirken. In Schulen und in der Öffentlichkeit sollen Volleyballer als „Nachhaltigkeitsbotschafter“ unterwegs sein. Bei den Bundesligaspielen soll in den Zehnminuten-Pausen Werbung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit geschaltet werden. Und in die VIP-Lounge des Vereins sollen Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft zu Vorträgen und Impulsreferaten eingeladen werden.

Die Idee sei im vergangenen Jahr unterm Eindruck von Fukushima entstanden, erzählte TVR Volleyball-Geschäftsführer Jörg Papenheim. Durch den Ausstieg der EnBW als Sponsor im Frühjahr hätten sich zusätzliche Gründe ergeben, ein Profil der Nachhaltigkeit zu entwickeln. Dabei habe man mit der Hochschule für Forstwirtschaft einen idealen Partner gefunden. Die HFR sei zum vierten Mal in Folge von der Unesco für ihr nachhaltigen Strategien ausgezeichnet worden, hob Bastian Kaiser hervor. Der Ansatz des TVR, CO2-neutral zu werden, sei eines von bundesweit 20 Projekten und das einzige, bei dem ein Sportverein mit einer Hochschule kooperiere.

„5700 Sportvereine in Württemberg beobachten interessiert, was da passiert“, sagte Klaus Tappeser, Präsident der Württembergischen Landessportbundes, der zur Vertragsunterzeichnung auf den Schadenweiler Hof gekommen war. Man müsse sich nur einmal vorstellen, wie viele Ressourcen gespart werden könnten, wenn diese 5700 Vereine alle beim Transport, beim Verbrauch von Wasser und Licht und anderen Dingen sparen würden.

Imagefördernd für die „Waldhauptstadt“

Oberbürgermeister Stephan Neher sah in dem Kooperationsprojekt Chancen für die Stadt: Die Hochschule habe den Namen Rottenburg bundesweit bekannt ge macht, die Bundesliga-Volleyballer sogar europaweit; wenn diese zwei Institutionen für den Umweltschutz kooperierten, könne dies durchaus imagefördernd für die „Waldhauptstadt“ Rottenburg sein.

Nach der Vertragsunterzeichnung legten die Funktionsträger ihre Jackets ab, um auf einem improvisierten Volleyballfeld, unterstützt von vier Bundesligaspielern, sinnfällig zu demonstrieren, wie sich die Hochschule und der Sportverein künftig die Bälle zuspielen wollen (Bild oben).

Pritschen für den Klimaschutz
Ein Freundschaftsspiel für die Nachhaltigkeit lieferten sich Vertreter der Hochschule, Stadt und des TVR auf einem improvisierten Feld im Schadenweiler Hof. Links Klaus Tappeser, vor dem Netz Klaus Maier, dahinter OB Stephan Neher, rechts hinten (mit schwarzem Hemd) Bastian Kaiser.Bilder: Eisele

Pritschen für den Klimaschutz
Bastian Kaiser, Jörg Papenheim und Klaus Maier unterzeichnen die Vereinbarung über Zusammenarbeit des TVR mit der HFR.

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27.07.2012, 12:00 Uhr

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