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Yvonne Oelmann

Professorin für Geoökologie

Tübingen. Im Geologiestudium an ihrer Heimatuni Bremen hatte Yvonne Oelmann dieses Aha-Erlebnis: Bei einer Geländeübung sah sie Landschaft, Pflanzen, hörte Vogelgezwitscher. „Wir haben aber nur Steine angeschaut.“ Da wechselte sie an die Uni Münster, ins Fach Landschaftsökologie.

18.08.2012

In Tübingen ist Geoökologie noch ein relativ junges Studienfach, bei Studierenden beliebt als Querschnittsfach, das Klimatologie, Meteorologie, Vegetationskunde, Tierökologie, Hydrologie und Bodenkunde umfasst. Nur 30 Studierende werden zum Bachelor- und Masterstudium jedes Jahr zugelassen; mindestens dreimal so viele bewerben sich.

Berlin, Mainz und Koblenz-Lan dau waren Oelmanns Stationen vor Tübingen. In der Forschung beschäftigt sich die 39-Jährige unter anderem mit dem Nähr- und Schadstoffkreislauf in Ökosystemen. Wie wirkt sich Diversität auf die Nährstoffeinträge ins Wasser aus? Man muss dabei nicht nur an Düngemittel denken: Oelmann war am Jena-Experiment beteiligt, einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dort wurde unter anderem festgestellt, dass auch die Ausscheidungen pflanzenfressender Insekten (Grashüpfer, verschiedene Käferarten, Raupen) Einfluss nehmen.

Die Grundfrage lautet: Hat es einen Effekt auf den Elementkreislauf, wenn Arten verloren gehen? Oelmanns vorläufige Antwort: „Die Relevanz ist noch nicht klar; vielleicht gibt es auch Schlüsselarten.“ Wenn etwa Klee verschwindet, fehlt eine wichtige Pflanze, die Stickstoff aus der Luft bindet. Auch der Phosphorkreislauf ist eines ihrer Themen.

In Tübingen ist sie nun schon näher am Biosphärenreservat auf der Schwäbischen Alb bei Münsingen. Zusammen mit der Schorfheide bei Berlin und dem Hainich in Thüringen ist es ein Referenzgebiet für DFG-finanzierte Biodiversitäts-Erkundungen, in die sie ebenfalls eingebunden ist.

Oelmann freut sich, dass sie in Tübingen in einem großen Geowissenschaftlichen Institut mit eigenem zentralem Analytik-Labor angekommen ist. Ihr Mann, ein Freiberufler im selben Fach, orientiert sich allmählich von Mainz südwärts. Sobald es in die Schullaufbahnen der drei Kinder von 17, zwölf und fünf Jahren passt, wird sich die Familie in Tübingen niederlasssen. upf / Bild: Sommer

Professorin für Geoökologie

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18.08.2012, 12:00 Uhr

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