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Fifa

Proteste in Deutschland gegen Mega-WM

Der Weltverband beschließt Ausweitung auf 48 Mannschaften von 2026 an. Deutsche Vereine und Politiker kritisieren die Entscheidung.

11.01.2017
  • DPA

Groß, größer, Fußball-WM. Nach der historischen Entscheidung für eine Weltmeisterschaft im XXL-Format protestierten viele deutsche Funktionäre, Trainer und Politiker mit harschen Worten.

„Ich finde das bisherige WM-Format mit 32 Mannschaften immer noch gut und kann aus rein sportlicher Sicht einer Aufstockung gar nichts abgewinnen“, sagte Bundestrainer Löw, und Fußball-Legende Uwe Seeler assistierte: „Das wird derart langatmig. Das wird für den Fußball nicht gut sein.“ Özcan Mutlu, sportpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte: „Infantino geht es nur darum, seinen Machtkreis und Einfluss zu vergrößern und noch ein wenig fester an der Gelddruckmaschine Fußball-WM zu kurbeln.“

Details zur Organisation offen

DFB-Präsident Reinhard Grindel merkte an, dass er nicht glücklich mit der Entscheidung sei. „Ich hätte mir vor allem gewünscht, dass alle wichtigen Fragen zu Organisation und Modus komplett geklärt sind.“ Ändern wird das deutsche Mahnen nichts. In neun Jahren wird der Fußball-Weltmeister erstmals bei einem Turnier mit 48 Mannschaften gekürt. Das erkannte auch Ligapräsident Reinhard Rauball: „Solange sich die großen europäischen Fußball-Nationen, ihre Verbände, Ligen und Clubs nicht auf eine gemeinsame Position verständigen, ist auch die Meinung des Weltmeisters bedauerlicherweise nur eine unter vielen.“

Fifa-Chef Gianni Infantino wischte die harsche Kritik mit einem lockeren Spruch beiseite. „Auch bei einer WM mit nur zwei Teams wäre eines davon immer Deutschland. Für viele andere Länder ist diese WM aber die Chance, einmal dabei zu sein“, sagte er. Das Council des Weltverbandes hatte seinen revolutionären WM-Plan schnell und einstimmig durchgewunken. Großen Diskussionsbedarf hatten die Fifa-Funktionäre nicht mehr. Das Mega-Turnier soll der Fifa Mehreinnahmen von rund einer Milliarde Dollar bringen. dpa

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11.01.2017, 06:00 Uhr

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