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Mexiko

Proteste wegen hoher Benzinpreise

Kirche und Oppositionsparteien unterstützen Demonstrationen gegen Treibstoffkosten.

10.01.2017

Von DPA

Mexiko-Stadt. In Mexiko hat es erneut Proteste gegen die Erhöhung der Benzinpreise gegeben. Die Teilnahme an den Protestmärschen in Mexiko-Stadt und anderen Städten fiel aber geringer aus, als am Samstag, als Zehntausende Demonstranten in 25 mexikanischen Bundesstaaten durch die Straßen gezogen waren und es zu zahlreichen Plünderungen gekommen war. Mindestens sechs Menschen wurden bei Zwischenfällen getötet.

Die Oppositionsparteien PRD (links) und PAN (konservativ) forderten die Regierung auf, die politische Verantwortung für die Unruhen zu übernehmen – wegen ihrer „Fehlentscheidungen“. Auch mehrere Parlamentsmitglieder der Regierungspartei PRI äußerten sich kritisch über die von Staatschef Enrique Peña Nieto gebilligte Erhöhung der Benzinpreise von bis zu 20 Prozent.

Peña Nieto hatte erklärt, die Erhöhung sei notwendig. Die Stabilität der Wirtschaft Mexikos wäre ihm zufolge gefährdet, wenn die Treibstoffpreise weiter unter dem Marktwert gehalten würden. Dadurch würden die Verluste des staatlichen Erdölunternehmens Pemex vergrößert und die Finanzierung von Bildung und Gesundheit wäre beeinträchtigt.

Kirche und Oppositionsparteien unterstützen die Proteste. In der Zeitschrift „Desde la Fe“ des Erzbistums hieß es in einem Leitartikel, die Wut der Bürger sei berechtigt, wenn sie die Kosten für die Fehler anderer tragen müssten, die sich bereicherten. dpa

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Erstellt:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2017, 06:00 Uhr

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