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Der Wolf und der Käse

Provenzalische Variante des Grimm-Märchens

Die Musikschule Ammerbuch zeigt dieses Wochenende die Geschichte vom Wolf und den Geißlein als Kinderoperette. Ihre Version hält ein paar Überraschungen bereit.

30.06.2012
  • fim

Entringen. Wenn die Grimm’schen Märchen langweilig werden, greift man eben zur provenzalischen Version. So stellt die Musikschule Ammerbuch neben einem großen Eimer Käse gleich zehn Geißlein auf die Bühne und lässt sie erst einmal „mäh“ singen. Im Gegensatz zur hiesigen Version sind in der Provence die Geißlein nicht zwangsläufig zu siebt. Obendrein sind sie deutlich gerissener, als die einsilbige Gesangseinlage vermuten lässt. Sie selbst sind es, die den Wolf in die Flucht schlagen.

Der Ammerbucher Musiklehrer Achim Braun hat die Operette nach Vorlage des provenzalischen Märchens komplett selbst geschrieben. „Der Käse ist natürlich französisch“, merkt er an. Zunächst hat es ein Fuchs auf das Milcherzeugnis abgesehen. Ihm gelingt es, sich als Mutter der Geißlein auszugeben und einen Teil des Vorrats zu stehlen. Dem bösen Wolf ist zunächst gar nicht nach Käse, er hätte lieber den Fuchs. Dieser flüchtet auf einen Baum und bewirft den Wolf mit Käse, woraufhin der Wolf auf den Geschmack kommt und sich mit dem Fuchs verbündet.

So sehr sich der ungestüme Wolf auch anstrengt – wegen seiner tiefen Stimme kann er die Mutter nicht imitieren. „Die französische Version ist teilweise sehr grausam. Der Fuchs schickt den Wolf zum Schmid, um seine Zunge spitzen zu lassen“, erklärt Braun. Hier greift er ausnahmsweise auf die deutsche Version zurück und lässt den Wolf Kreide futtern. Doch auch das hat keinen Erfolg – die Geißlein verhöhnen ihn und er muss erkennen: „Ich bin ein armes Schwein.“

Dem Wolf bleibt nichts anderes übrig, als den Fuchs nochmal an der Tür vorsprechen zu lassen. So gelangt er endlich an den Käse-Eimer und frisst ihn sofort leer. Dass er daraufhin einschläft, wird ihm zum Verhängnis, denn die Geißlein sind nicht dumm und stecken seinen Schwanz in Brand. „Mir hat an der provenzalischen Version vor allem gefallen, dass die Geißlein den Wolf selber verjagen“, sagt Braun.

Die Hauptdarsteller Matthias Arndt als Wolf und Abiturientin Joana Eberhardt als Fuchs spielen und besingen ihre Figuren sehr humorvoll, was für Lacher sorgt. „Die beiden sind schon seit Jahren dabei und wirken bei allen Projekten mit“, sagt Mira Kokalari. Sie leitet auch die Gesangsklasse, die die Geißlein verkörpert. Die musikalische Begleitung leistet ein freies Ensemble, überwiegend aus Musiklehrern verschiedener Musikschulen. Den Fuchs begleiten sie mit der Querflöte, den Wolf mit der Oboe und dem Akkordeon. Hinzu kommen mehrere Streicher. Für den Käse gibt es kein eigenes Instrument, aber der ist mit dem großen Eimer bereits unübersehbar auf der Bühne platziert.

Info Aufführungen in der Entringer Kelter heute um 15, morgen um 17 Uhr.

Provenzalische Variante des Grimm-Märchens
Der Wolf und die Geißlein aus dem bekannten Grimm’schen Märchen haben in der provenzalischen Fassung der Geschichte Gesellschaft bekommen. Im Mittelpunkt steht hier nämlich ein Eimer voller Käse. Was mit dem Eimer geschieht und wie die Geißlein den bösen Wolf bezwingen, ist dieses Wochenende in der Entringer Kelter zu sehen, wo die Musikschule Ammerbuch das Märchen als Kinderoperette auf die Bühne bringt.

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30.06.2012, 12:00 Uhr

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