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Neuruppin

Prozess um Kindsmord vor 42 Jahren

Fast 42 Jahre nach dem Tod ihres kleinen Sohnes muss sich eine Frau jetzt wegen Mordes verantworten.

28.04.2016
  • Sven Kaufmann

Neuruppin. Zu Prozessbeginn gestern vor dem Landgericht Neuruppin in Brandenburg bestritt die 74-Jährige die Tat. Weitere Angaben will sie vor Gericht nicht machen.

Laut Anklage hat die Frau 1974 in Schwedt an der Oder ihren achtjährigen Sohn heimtückisch getötet. Sie soll das schlafende Kind nachts in die Küche der Plattenbauwohnung getragen und dann in die Nähe des Gasherds gelegt haben. Der Junge soll Kohlenmonoxid eingeatmet haben. Danach habe die Frau das bewusstlose Kind zum Sterben in sein Bett gelegt, hieß es.

Zum Tatzeitpunkt im Jahr 1974 waren auch die beiden Töchter der angeklagten Frau in der Wohnung gewesen. Sie hatten keinerlei Vergiftungserscheinungen. Die Angeklagte lebt heute in Göttingen in Niedersachsen. Das Gerichtsverfahren geht auf eine anonyme Strafanzeige aus dem Jahr 2009 zurück. Bislang wurden drei weitere Verhandlungstage angesetzt (Az.: 11 Ks 1/15).

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28.04.2016, 06:00 Uhr

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