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Prozess um rätselhafte Klostermillionen

Wie konnte ein Abt sehr viel Geld heimlich bunkern? Und wem gehört es?

17.10.2016

Von DPA

Das Kloster Neresheim hütet ein dubioses Vermögen. Foto: dpa

Stuttgart/Neresheim. Der Fall führte zu großer Aufmerksamkeit: Im Jahr 2013 tauchten im Kloster Neresheim Millionen Euro auf, deren Herkunft niemand kannte. Am Freitag geht nun am Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart der jahrelange juristische Streit um das Geld in eine neue Runde. Anfang März waren die drei Berufungsverfahren kurzfristig von der Tagesordnung geflogen, weil ein Rechtsanwalt es wegen eines Staus nicht rechtzeitig nach Stuttgart schaffte.

Das Landgericht Ellwangen hatte die Klagen auf die Herausgabe von Teilen des insgesamt vier Millionen Euro umfassenden Zufallsfundes abgewiesen – im Wesentlichen weil die Kläger ihre Ansprüche nicht ausreichend nachweisen konnten.

Ein früherer Abt des Klosters hatte die Millionensumme auf heimlichen Konten gebunkert. Nach seinem Tod wurden die Unterlagen dazu 2013 in einem alten Sekretär gefunden. Das Wissen über die Herkunft nahm der Mönch mit ins Grab. Nun sollen alle möglichen Ansprüche geklärt werden. Noch immer liegen drei Millionen Euro fest auf einem Konto in Aalen, eine weitere auf einem Konto in Krefeld. Ein Teil des Geldes soll Teil eines raffinierten Steuersparmodells gewesen sein. Bei den Berufungsverhandlungen jetzt vor dem OLG Stuttgart geht es um Klagen von zwei Privatpersonen und einem Anwalt, der zentraler Teil des Steuersparmodells gewesen sein soll.

Machten Anwalt und Abt gemeinsame Sache, um dem Fiskus ein Schnäppchen zu schlagen? Der Anwalt sprach von einem „Steuervermeidungsmodell“ mit dem Decknamen „Weinberg“ mit Geldgebern aus dem ganzen Bundesgebiet – und pocht darauf, dass ihm ein Teil des Geldes zustehe. dpa

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Erstellt:
17. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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