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Pulitzer-Preise für Threadgill und Viet Thanh Nguyen
Autor Viet Thanh Nguyen erhält den Pulitzer Preis 2016 für Literatur. Foto: Pulitzer Board/dpa
New York

Pulitzer-Preise für Threadgill und Viet Thanh Nguyen

Der Pulitzer-Preis gilt als bedeutendster Journalismus-Preis der Welt. Dazu wurden jetzt aber auch wieder Schriftsteller, Musiker und Dichter ausgezeichnet.

20.04.2016
  • DPA

New York. Bald 3000 Arbeiten mussten die Juroren durchsieben. Den ganzen Winter hindurch brüteten sie über den Finalisten. Nun stehen die Gewinner in den 21 Sparten der 100. Pulitzer-Preise fest: Für seinen Spionage-Roman "The Sympathizer" erhält Viet Thanh Nguyen den Pulitzer-Preis für Literatur. Der vietnamesische Autor erzählt darin die verschachtelte Geschichte eines Mannes mit zwei Seelen in zwei Ländern. "The Sympathizer" handelt von einem vietnamesischen General im Vietnamkrieg, der mit seinen Landsleuten ein neues Leben in Los Angeles beginnt, während Saigon im Krieg versinkt. Doch er steht heimlich in Kontakt mit einem ranghöheren Kommunisten und kehrt später in den Krieg zurück. Für die USA, wo der Verlauf des Vietnamkriegs meist nur aus amerikanischer Sicht gedeutet wird, sei die Perspektive der Gegenseite eine Bereicherung, schrieb etwa die "New York Times" in einer Rezension.

In den sieben nicht-journalistischen Sparten wurden zudem die an Jazz angelehnte, moderne Komposition "In for a Penny, In for a Pound" von Henry Threadgill (Musik) und das "Ozone Journal" von Peter Balakian (Poesie) ausgezeichnet.

Das Erfolgs-Musical "Hamilton" erachtet die aus US-amerikanischen Journalisten und Verlegern bestehende Jury als bestes Schauspiel und "Black Flags - The Rise of ISIS" von Joby Warrick über die Terrormiliz Islamischer Staat als bestes Sachbuch.

In den journalistischen Sparten räumten die großen US-Medienhäuser ab: die "Los Angeles Times" für ihre Berichterstattung über den bewaffneten Angriff auf eine Sozialeinrichtung im kalifornischen San Bernardino, die "New York Times" für eine Reportage über Gewalt gegen afghanische Frauen, dazu der "Boston Globe", der "New Yorker" und die "Tampa Bay Times".

Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ist für Recherchen zur Fischerei-Industrie in Südostasien mit dem renommierten Preis geehrt worden - die 18-monatige Arbeit von vier AP-Journalisten hatte zur Freilassung von mehr als 2000 Sklavenarbeitern und zur Festnahme von einem Dutzend Verdächtigen geführt, zudem wurden Schiffsladungen im Wert von Millionen Dollar beschlagnahmt.

"Es war ein solides Jahr für den Journalismus", sagte Mike Pride, der Verwalter des von Zeitungsverleger Joseph Pulitzer gestifteten und von der Columbia-Universität jährlich vergebenen Preises, bei der Verkündung am Montagabend.

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20.04.2016, 06:00 Uhr

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