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Wostotschny

Putin gratuliert zum Sojus-Start

Nach einer Verzögerung hat Russland die erste Rakete von seinem neuen Weltraumbahnhof Wostotschny ins All gestartet.

29.04.2016
  • Sven Kaufmann

Wostotschny. Im zweiten Anlauf hob die Sojus-2.1a gestern um 4.01 Uhr MESZ mit drei Satelliten ab. Das Staatsfernsehen zeigte, wie die Rakete mit einem langen Feuerschweif in den blauen Himmel schoss. „Das ist ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der russischen Raumfahrt“, sagte Präsident Wladimir Putin, der aus dem 8000 Kilometer entfernten Moskau angereist war.

Ursprünglich sollte die Rakete schon am Mittwoch abheben. Ein Defekt hatte dies aber unmittelbar vor dem Start verhindert. Der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow, sagte, es habe ein Problem mit einem Kabel bei der Sojus gegeben. Das sei ersetzt worden.

Zu Ehren des russischen Raumfahrtpioniers Juri Gagarin hatten die Hersteller die Sojus mit einem riesigen Konterfei des ersten Menschen im All verziert. Die Rakete flog zunächst über das dünn besiedelte Sibirien und setzte dann rund 500 Kilometer über der Erde die Satelliten „Lomonossow“, „Aist-2D“ und „SamSat-218“ aus. Sie sollen unter anderem Lichtphänomene untersuchen und Strahlungswerte messen.

Wostotschny ist das erste zivile Kosmodrom auf russischem Gebiet. Die Inbetriebnahme gilt nicht nur für Russland als Meilenstein. Auch die US-Behörde Nasa und die Europäische Raumfahrtagentur Esa wollen die Anlage mitnutzen. Esa-Chef Jan Wörner gratulierte Roskosmos zum erfolgreichen ersten Start.

 „Sie haben Grund, stolz zu sein“, sagte Putin in einer Ansprache an das Personal. „Es gibt noch viel zu tun“, fügte er hinzu. Mit dem Start fange die Arbeit erst an. In Wostotschny ist bisher eine der geplanten sieben Startrampen betriebsbereit. „Für 2017 planen wir zwei und für 2018 sechs Starts“, sagte Komarow. Von dem Gebiet am Amur-Fluss sollen bis 2030 erstmals auch Kosmonauten zum Mond und später zum Mars fliegen.

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29.04.2016, 06:00 Uhr

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