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Schlange flutet Bad: Sachschaden in fünfstelliger Höhe

Python sorgt für Überschwemmung: Die Wohnung darunter ist unbewohnbar

In Reutlingen riefen Mieter die Feuerwehr, weil bei ihnen Wasser aus den Steckdosen lief. Die Ursache war ungewöhnlich.

27.12.2016
  • Jonas Bleeser

Reutlingen. In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Schäffleweg in Reutlingen-Sondelfingen war am Dienstag Wasser eingedrungen. Die Mieter vermuteten einen Rohrbruch im Stockwerk über ihnen und riefen gegen 17 Uhr die Feuerwehr. Die wiederum forderte die Polizei als Zeugen an und öffnete die Wohnungstür.

Die Einsatzkräfte staunten nicht schlecht, als sie in der Wohnung auf einen aufgebrachten Hund sowie einen zweieinhalb Meter langen Tigerpython trafen. Offenbar hatte der Besitzer die Riesenschlange in der Wanne ein Bad nehmen lassen. Die Würgeschlange hatte dann wohl beim Herausschlängeln den Wasserhahn geöffnet. Die Wanne lief über, das Wasser und drang in Fußboden, Wände und Versorgungsleitungen. Der Wohnungsinhaber kam während des laufenden Einsatzes hinzu und nahm sich seiner Haustiere an. Die darunter gelegene Wohnung wurde wegen des Wassereinbruchs vom Notfalldienst der städtischen Vermietergesellschaft für unbewohnbar erklärt. Die Bewohner kamen in einer anderen Wohnung unter. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei im fünfstelligen Bereich bewegen.

Darf man Riesenschlangen überhaupt in der Wohnung halten? Prinzipiell ist das in Baden-Württemberg nicht verboten. Zuständig sind mehrere Behörden. Das Regierungspräsidium prüft bei der Anschaffung, ob es sich um eine geschützte Art handelt und ob das Tier aus einer legalen Züchtung stammt. Geht es um die artgerechte Haltung, wäre wiederum das Veterinäramt des Kreises zuständig, das aber erst auf einen Hinweis hin aktiv wird. Ob es eine Meldepflicht gibt, hängt von der Polizeiverordnung der Kommune ab. In Reutlingen müssen sich Halter von Raubtieren, Gift- oder Riesenschlangen bei der Stadt melden, damit Rettungskräfte im Notfall wissen, was sie in einer Wohnung erwartet. Die Anmeldung ist kostenlos. Wer dagegen verstößt, dem kann allerdings ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro drohen.

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27.12.2016, 14:06 Uhr | geändert: 27.12.2016, 13:21 Uhr

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