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RANDNOTIZ: Wir bleiben in unserer Wanne!

28.11.2015

Von HELMUT SCHNEIDER

Schweden war mal - die Älteren erinnern sich an Olof Palme und Björn Borg - ein wunderbar liberales Land. Auch wenn die Steuersätze damals so hoch waren, dass Besserverdiener lieber gen Süden zogen. König Carl Gustav konnte und wollte das nicht. Man hätte ihn auch weiter für einen liebenswert liberalen Monarchen gehalten, wäre da nicht gerade sein böser Bannspruch um die Welt gegangen: Verbietet die Badewannen!

Bilder aus besserer, weil ärmerer Nachkriegszeit, tauchen sogleich auf: Drei Geschwister beim samstäglichen Waschgang in einer Wanne trüben Wassers. Oder Loriots honorige Dr. Klöbner und Müller-Lüdenscheidt: Ohne Wanne wäre dieses Land nicht geworden, was es ist - weder wirtschaftlich noch humoresk. Geradezu grotesk das Ganze!

Hansgrohe, unser im Schwarzwald versteckter Weltmarktführer, springt dem Schwedenkönig gleich bei und empfiehlt den energiesparenden Brausekopf aus eigener Fertigung - mit ausgeklügelter Durchflussbegrenzung, speziellen Strahldüsen und Beimischung von Luft.

Heiße Luft! Wir lassen uns nicht aus unseren champagnergefüllten Badewannen vertreiben und auch noch den Weinbau ruinieren. Wer es aber unbedingt ökologisch will, badet nicht lau, sondern eiskalt wie Ernst Jünger - und wird 102 Jahre alt wie er.

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Erstellt:
28. November 2015, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
28. November 2015, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. November 2015, 08:30 Uhr

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