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Heavy Metal mit Orchester

Rage featuring Lingua mortis Orchestra kommt zum „Rock of Ages“

Klassische Orchestermusik und Heavy Metal verbindet das Projekt Rage featuring Lingua mortis Orchestra . Wie es dazu kam, erzählte Gitarrist Peter „Pevey“ Wagner dem TAGBLATT.

17.07.2014
  • Martin Zimmermann

Seebronn. „Wir sind alle klassisch vorbelastet“, erzählt Wagner. Als Jugendlicher habe er zunächst klassische Gitarre gelernt. „Und ich höre auch privat klassische Musik“, sagte Wagner. Gitarrist und Keyboarder Victor Smolski sei als Sohn des weißrussischen Komponisten Dmitri Smolski ohnehin „von Geburt an klassischer Musiker“. Deshalb sei es schon immer sein Wunsch gewesen, als Band gemeinsam mit einem klassischen Orchester Musik zu machen.

„Ich fand das schon bei Deep Purple sehr interessant.“ Dennoch tritt die dreiköpfige Band Rage nur „alle Jubeljahre mal“ mit klassischen Orchestern auf. „Der Hauptgrund dafür sind die Kosten“, sagte Wagner.

Erst 1996 konnte sich die Band ihren lange gehegten Traum erfüllen, ein Album mit einem Orchester aufzunehmen. „Auf dem Album davor, hatten wir ein Lied mit Streichquartett. Das hat erst nicht so richtig funktioniert, aber dann haben wir uns einen externen Tontechniker dazu geholt“, erinnert sich Wagner.

Ältere Orchestermusiker hätten Probleme damit gehabt, nach Zeit zu spielen. „Sie sind es gewohnt, nach dem Zeichen des Dirigenten einzusetzen.“ Jüngere Musiker hätten damit weniger Probleme, sagte Wagner. „Musik ist Noten und Töne. So viel anders ist Klassik auch wieder nicht“, findet Wagner.

„Jedenfalls habe das Lied mit den Streichern dem Plattenboss Thomas Stein – bekannt als Juror von DSDS – so gut gefallen, dass er Rage für das nächste Album das Prager Symphonieorchester spendierte, erzählt Wagner. Seither macht die Band immer wieder klassische Alben, so wie im letzten Jahr das Konzeptalbum zur Hexenverfolgung im südhessischen Gelnhausen. Die Geschichte habe ihm ein Bekannter erzählt. „Daraufhin sind wir in die Stadt gefahren und haben uns die historischen Gebäude angeschaut.“ Das Album nahm die Band in Bochum, das Orchester in Barcelona und die Solisten in Minsk auf. Ein Toningenieur mischte dann alles zusammen.

Gegründet hatte sich die Band Rage 1984 unter dem Namen Avenger. „Wir gerieten damals an einen Plattenboss, dessen Hobby es war, Bands umzubenennen. Mit künstlerischer Freiheit war es damals noch nicht so weit her“, erinnert sich Wagner. Über die Metal-Szene hinaus bekannt wurde Rage durch das Lied „Straight to Hell“, das Stefan Raab, so Wagner „zu einer Art persönlichen Hymne erkoren“ habe. Der Moderator spiele es bei Veranstaltungen wie der Wok-WM, Autoball-WM.

Info Karten fürs Rock of Ages am 25. und 26. Juli gibt es in allen TAGBLATT-Geschäftsstellen und im Internet unter www.rock-of-ages.de.

Rage featuring Lingua mortis Orchestra kommt zum „Rock of Ages“
Lingua Mortis Orchestra featuring Rage Agenturbild

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17.07.2014, 12:00 Uhr

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