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Raketentests überschatten die ersten Gespräche
Der Erwartungen an das Spitzentriffen von US-Präsident Trump und Chinas Machthaber Xi Jingping sind groß. Foto: afp
Spitzentreffen

Raketentests überschatten die ersten Gespräche

US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping kommen in Florida zusammen. Es geht um Handel und Nordkoreas Machtspiele.

07.04.2017
  • FELIX LEE

Peking. Die Spannungen mit Nordkorea überschatten das erste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Im Mittelpunkt stehen neben Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt. Der zweitägige, informelle Gipfel startete gestern Nachmittag (Ortszeit) in Trumps Privatdomizil Mar-a-Lago in Florida.

Die Gespräche seien von „großer Bedeutung“ für die weitere Richtung und stabile Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Vetomächten im Weltsicherheitsrat, verlautete aus dem Außenministerium in Peking. US-Präsident Trump hofft auf Zugeständnisse im Handelsstreit und ein verschärftes Vorgehen gegen Nordkorea. Machthaber Kim Jong Un hatte am Vortag erneut eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer feuern lassen und damit wieder gegen UN-Resolutionen verstoßen.

Nach seiner Amtsübernahme im Januar hatte Trump noch den Eindruck erweckt, dass ein Treffen mit Chinas Staatspräsidenten für ihn keine Priorität habe, angesichts eines drohenden Krieges mit Nordkorea schwenkt er nun aber um. Auf sein Geheiß lud Außenminister Rex Tillerson Xi Jinping bei seinem Besuch in Peking nach Mar-a -Lago ein.

Im Februar war es dem nordkoreanischen Regime erstmals gelungen, eine Mittelstreckenrakete zu testen, die sehr wahrscheinlich atomare Sprengköpfe transportieren kann. 2016 hatte Nordkorea trotz internationaler Sanktionen mehr als zwanzig Raketentests durchgeführt – so viele wie nie zuvor.

Als wichtigster Handelspartner Nordkoreas trägt China zwar alle UN-Sanktionen mit, fürchtet aber eine militärische Eskalation oder einen Kollaps des Nachbarn. Als Ergebnis könnten Flüchtlinge nach China strömen. Auch gibt es Sorge, dass bei einer Wiedervereinigung beider Koreas US-Truppen an seiner Grenze stehen könnten. Peking fordert die USA zu einem direkten Dialog mit Pjöngjang auf.

Trump versucht hingegen, die chinesische Führung unter Druck zu setzen – und droht mit einem „Alleingang“. Entweder werde die chinesische Regierung mit den USA gemeinsame Sache machen oder nicht, sagte Trump in einem Interview mit der Financial Times. Selbst den Handelsstreit will er zum Gegenstand der Nordkorea-Verhandlungen machen. Trump ist fest davon überzeugt, dass China weiterhin großen Einfluss auf Nordkorea ausübt. Offiziell betrachten sich beide Länder zwar weiterhin als sozialistische Bruderstaaten. Doch das Verhältnis hat sich zuletzt massiv verschlechtert. (mit dpa)

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07.04.2017, 06:00 Uhr

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