Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

Rambotaktik und Ohrenweh

Warum viele Autofahrer in der Region Stuttgart lieber Stunden im Stau stehen, als auf Bus und Bahn umzusteigen? Weil da noch andere Menschen sind, die sich teilweise wie die Axt im Wald benehmen.

10.03.2018

Von Dominique Leibbrand

Stuttgart. Beispiel eins: der andere in den Wahnsinn treibende Gebrauch des Smartphones. Der eine hört in voller Lautstärke Heavy-Metal-Musik, die zweite telefoniert sich um den Verstand. Dabei fallen gern Stichworte wie Fußpilz, Trennung oder Entjungferung. Ohrenkrebs, hallo!

Beispiel zwei: der Verzehr von Speisen, die alles andere als geruchsneutral sind. Da werden Döner, Pizza oder auch gern Lkw-Wecken vertilgt, der Senf spritzt auf den Mantel der Nebensitzerin, der Zwiebelgeruch kriecht in jede Pore. Lecker!

Beispiel drei: Rambo-Taktik beim Einstieg. Ja, warten nervt, aber es gehört zum Leben. An der Supermarktkasse klappt's doch auch. Trotzdem drängen viele in Bahn und Bus, kaum haben sich die Türen geöffnet, als wäre Luzifer höchstpersönlich hinter ihnen her. Jene, die aussteigen wollen, müssen den Frontalangriff footballspielermäßig abwehren, um es irgendwie nach draußen zu schaffen.

Beispiel vier: das Blockieren der Rolltreppe. Rechts stehen, links gehen. Ein Prinzip, das in Metropolen wie New York, London oder Moskau perfekt funktioniert, sich aber offenbar nicht bis nach Stuttgart herumgesprochen hat.

Wie wäre es mit einem obligatorischen ÖPNV-Führerschein? Die wichtigsten Regeln wären: keine Handys, kein Essen und vor allem gegenseitige Rücksichtnahme. Dann klappt's vielleicht auch mit dem Umstieg.

Zum Artikel

Erstellt:
10. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. März 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen