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Rate für S 21 schmälert
das Ergebnis
Flughafen-Chef Georg Fundel hört auf. Foto: Maks Richter/Flughafen Stuttgart GmbH
Luftfahrt

Rate für S 21 schmälert das Ergebnis

Trotz des Rekords bei den Passagierzahlen landet der Flughafen Stuttgart 2016 im Defizit.

06.04.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. Georg Fundel lag richtig mit seiner Prognose. Vor einem Jahr hatte der Flughafen-Geschäftsführer prophezeit, dass der Stuttgarter Airport 2016 mit einem finanziellen Minus abschließen werde, selbst wenn die Geschäfte bestens laufen sollten. Tatsächlich liefen die Geschäfte 2016 gut. Der Flughafen beförderte 10,64 Mio. Passagiere und damit 1,1 Prozent mehr als 2015 – so viel wie noch nie. Das operative Ergebnis belief sich, wie Fundel am gestrigen Mittwoch in der Bilanz-Pressekonferenz bekanntgab, vor Steuern auf 40,7 Mio. EUR.

Doch 2016 musste der Flughafen eine weitere Rate und damit 59 Mio. EUR an das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm abzweigen. Und so schloss der Airport das vergangene Jahr nach Steuern mit einem Defizit von 17,9 Mio. EUR ab.

Zweimal noch wird der Flughafen von der Bahn zur Kasse gebeten. Insgesamt 113,6 Mio. EUR gehen 2017 und 2018 noch an S 21. Dann sind 339,4 Mio. EUR bezahlt, und die Geschäftsführung will keinen weiteren Cent mehr herausrücken. Trotz der anhängigen Klage der Bahn „haben wir keine weiteren Ansprüche mehr zu befürchten“, zeigte sich der für Immobilien und Infrastruktur zuständige Geschäftsführer Walter Schoefer davon überzeugt, dass es der Bahn nicht gelingen werde, ihre Partner an möglichen Mehrkosten des Bahnprojekts zu beteiligen.

Während Fundel Ende April nach 21 Jahren ausscheidet, bleibt der 61-jährige Schoefer an Bord – sein Vertrag läuft bis 2019. Künftig leitet er im Tandem mit der 46-jährigen Arina Freitag die Geschäfte. Wann die am Dienstag gewählte Bahn-Managerin ihren Dienst in Echterdingen antritt, blieb bisher aber noch offen.

Für 2017 rechnet Fundel bei den Passagierzahlen mit Stagnation. Dennoch kalkulieren die Geschäftsführer mit einem ähnlichen Plus im operativen Geschäft wie 2016. Bemerkbar machten sich die zunehmenden Erlöse aus dem Immobiliengeschäft. Die Parkhäuser sowie die beiden neuen Bürogebäude „SkyLoop“ und „SkyPort“ werfen laut Schoefer Gewinne ab. Raimund Weible

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06.04.2017, 06:00 Uhr

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