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Tablets statt Papier

Rats-Unterlagen werden virtuell

Weniger Papier! Das verlangte die SPD-Fraktion des Tübinger Gemeinderats nun von der Verwaltung. Der Wunsch wird prompt erfüllt: Die Vorlagen für die Sitzungen sollen nicht nur kürzer gefasst werden, sondern künftig virtuell sein.

10.11.2012
  • Sabine Lohr

Die Stadtverwaltung schafft sich ein System an, mit dem sämtliche Vorlagen – auch die nicht-öffentlichen und die Protokolle – den Stadträten elektronisch exklusiv zur Verfügung stehen.

Dafür brauchen die Räte dann aber auch Geräte, auf denen sie während der Sitzungen ihre Vorlagen lesen können. Leichte, praktische, schnelle Computerchen brauchen sie. Die SPD wünschte sich Tablets. Gratis, versteht sich. Für die Papierunterlagen zahlen die Stadträte ja auch nichts. Auch dieser Wunsch wird erfüllt. Ulrich Narr, Büroleiter des Oberbürgermeisters, stellte für Anfang des nächsten Jahres zehn Tablets in Aussicht, mit denen das System getestet werden soll.

Bernd Gugel (Grüne) war der Schnellste. Selbstlos stellte er sich als Proband zur Verfügung („Ist das dann ein ipad?“). Sein Fraktionskollege Hermann Schmanns opferte sich auch. Woraufhin Oberbürgermeister Boris Palmer anregte, dass die Fraktionen doch bitteschön unter sich klären sollen, wer testen darf.

Bevor Neid aufkommt oder sich der eine oder die andere nun überlegt, nächstes Mal für den Gemeinderat zu kandidieren: Die Räte müssen sich voraussichtlich doch an den Kosten beteiligen, wenn sie die Tablets auch für anderes als nur zum Unterlagenlesen nutzen. Zum Abschießen von Schweine tötenden Kamikaze-Vögeln etwa – was wenigstens die gefühlte Dauer der Sitzungen erheblich verkürzen könnte.

Über die beklagte sich dann allerdings nicht die SPD, sondern Ute Heitkamp (WUT). „Ich hätte gerne, dass sich die Verwaltung auch bei ihren Sprechzeiten einschränkt“, sagte sie. Wie sie das meinte, erklärte sie leider nicht. Es war ohnehin Zeit für eine Weckles-Pause. Die nur eins der vielen Elemente ist, die sich in Gemeinderats- und Ausschusssitzungen hinziehen können.

Rats-Unterlagen werden virtuell
Schweine-tötende Kamikaze-Vögel: Das Computerspiel "Angry Birds" kann man auch auf dem Tablet spielen.

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10.11.2012, 12:00 Uhr

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