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Rau, heiß und wild: The Kills sind zurück
Alison Mosshart von The Kills kann säuseln, aber auch rallig kreischen. Foto: Claudia Reicherter
Rock

Rau, heiß und wild: The Kills sind zurück

„No Wow“? Voll Wow! Elf Jahre nach dem Album mit ihrem größten Hit zementieren The Kills live ihren fulminanten Ruf.

28.10.2016
  • CLAUDIA REICHERTER

München. Nicos Schönheit gepaart mit dem Sex Appeal der jungen Bardot, der Präsenz Marianne Faithfulls, der Wildheit von Juliette Lewis und einer Stimme, die in Seelentiefe an Amy Winehouse heranreicht. Die säuseln, aber auch rallig kreischen kann. Kein Wunder, sind die Menschen bis zur letzten Reihe der Münchner Tonhalle vom Fleck weg in Alison Mosshart verliebt. Die 37-jährige US-Sängerin mit ellenlangen Beinen und ganz unpeinlich zur Schau getragenem dunklem Ansatz im wasserstoffblondierten Haar ist die Frontfrau von The Kills.

Wer dachte, der Zenith des Londoner Indie-Blues-Rock-Duos sei nach den auch über Szene-Grenzen hinweg erfolgreichen Alben „No Wow“ (2005), „Midnight Boom“ (2008) und „Blood Pressures“ (2011) überschritten und weiteres reduziert kratzig-raues Punk-Noise-Gedröhne aus der Gitarre von Jamie Hince brauche kein Mensch, kam schon mit Erscheinen der fünften Platte „Ash & Ice“ im Juni ins Grübeln. Da klingen der 47-Jährige und seine Duo-Partnerin auch mal unerwartet sanft und melodisch.

Beim Live-Auftritt mit dezent im Hintergrund bleibendem Live-Drummer und -Keyboarder in der fast ausverkauften Tonhalle zementieren The Kills mit einem 100-minütigen von Anfang bis Ende packenden Set aus Songs von allen fünf Alben endgültig ihren Ruf, einer der fulminantesten Live-Acts der vergangenen Jahrzehnte zu sein. Auch nach 16 Jahren und nachdem Gitarrist Hince unfallbedingt das Gefühl im linken Mittelfinger verlor, sind The Kills das Beste und Heißeste, was der Garagen-Rock zu bieten hat. Die Beiden leben ihre Musik – und sind dem übermächtigen Schatten der White Stripes längst entwachsen. Von wegen „No Wow“! Der Wow-Effekt haut den Fans voll in den Magen beim besten Konzert des Jahres nach Frank Turner.

Claudia Reicherter

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28.10.2016, 06:00 Uhr

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