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Raulff wird Präsident des ifa
Wird Präsident des ifa: Ulrich Raulff. Foto: Barbara Klemm
Kulturpolitik

Raulff wird Präsident des ifa

Der Historiker und Publizist wechselt vom Deutschen Literaturarchiv ans Stuttgarter Institut.

23.03.2018
  • SWP

Stuttgart. Von Marbach nach Stuttgart: Ulrich Raulff, der heuer nach mehr als 14 Jahren die Leitung des Deutschen Literaturarchivs abgibt, wird neuer Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Gestern wurde der 68-jährige Historiker und Publizisten vom ifa-Präsidium einstimmig berufen. Raulff tritt sein Amt am 1. Oktober an und folgt auf Martin Roth, der im August 2017 gestorben ist.

Raulff leitet seit 2004 das Deutsche Literaturarchiv in Marbach und gilt als hervorragender Kenner der Kultur und Wissenschaftspolitik, ist ein renommierter Autor und im Diskurs mit der Öffentlichkeit erfahrener Intellektueller. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Literaturarchiv zu einem international angesehenen Forschungsinstitut mit großer öffentlicher Ausstrahlung.

Außenminister Heiko Maas gratulierte dem ifa und Ulrich Raulff gestern zu dieser Wahl: „Mit seiner beeindruckenden kulturpolitischen Erfahrung und als international anerkannter Kulturwissenschaftler wird Ulrich Raulff die Rolle des ifa in der Auswärtigen Kulturpolitik weiter stärken. Unter seiner Leitung wird unsere älteste Mittlerorganisation auch künftig innovativ und flexibel den neuen Herausforderungen begegnen können, die sich aus dem Wandel von einer Kulturpolitik der nationalen Repräsentation hin zu einer Kulturpolitik ergibt, die auf die soziale Funktion und Kraft von Kultur setzt.“

„Die aktuellen Entwicklungen der weltpolitischen Lage stellen die auswärtige Kulturpolitik vor neue Aufgaben und in sich rasch verändernde Horizonte“, sagte Raulff anlässlich seiner Ernennung. „Wir müssen lernen, noch genauer hinzuschauen, hinzuhören und unkonventioneller, auch praktischer zu handeln. Dabei mitwirken zu dürfen betrachte ich als großes Glück und eine ungewöhnliche Auszeichnung.“

Der kommissarische Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen, Bernt Graf zu Dohna, begrüßte die Wahl: „Als großer Intellektueller und zugleich praktischer Impulsgeber wird Prof. Dr. Ulrich Raulff das ifa mit Rat und Tat erfolgreich begleiten und repräsentieren.“

Raulff studierte in Marburg Anglistik, Philosophie und Geschichte, wurde 1977 an der Universität Marburg promoviert und habilierte sich 1995 an der Humboldt-Universität Berlin im Fach Kulturwissenschaft. swp

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23.03.2018, 06:00 Uhr

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