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Pilgern auf Schwäbisch

Realschüler sind Hauptdarsteller eines selbstgedrehten Kurzfilms

Jugendliche der Kreuzerfeld-Realschule wanderten diesen Sommer auf dem Jakobsweg und machten daraus einen Kurzfilm. Am Freitagabend feierte „Pilgern auf Schwäbisch“ Premiere.

13.11.2012

Rottenburg. „Ich würde das nicht nochmal machen, so eine tolle Gruppe gibt´s nur einmal“, sagte Lehrer Dennis Klein am Freitagabend. Gemeinsam mit sieben Schülern bewältigte er im Sommer einen 250 Kilometer langen Abschnitt des Jakobsweges. Die Wandergruppe filmte sich dabei gegenseitig und schnitt einen Film zusammen, den man in das Genre Tragikomödie (Mischung aus Komödie und Drama) einordnen könnte.Mehr als 50 Besucher schauten sich „Pilgern auf Schwäbisch“ in der Mensa der Kreuzerfeld Realschule an und waren sichtlich begeistert.

Der erste Streit brach schon am ersten Tag beim Frühstück aus. Es ging um eine viel zu große Müsliration mit ordentlich Milch drüber. Ein kräftiges Frühstück war wichtige Grundlage, um das Tagespensum von durchschnittlich 30 Kilometern zu schaffen. Jedoch war „kein Streit so schlimm, dass wir heute nicht mehr miteinander reden“, sagte Christian Randazzo.

Nicht nur die Strecke war anstrengend, auch die Temperatur während des spanischen Hochsommers forderten ihren Tribut. In den beiden Augustwochen gab es kaum einen Tag unter 28 Grad Celsius – und keinen Regen. Eine der Jugendlichen verlor bei der Wanderung ihre Wasserflasche. Man sei schnell dehydriert, erzählte Lena Nesch, „mir war eiskalt, obwohl es fast 30 Grad Hitze hatte, und ich war nicht mehr klar im Kopf“, so die Jugendliche abends in der Jugendherberge.

Keiner der sieben Jugendlichen und drei Erwachsenen kam bei der Wanderung zu Schaden. Die Jugendlichen würden jederzeit wieder auf den Jakobsweg gehen, denn „es war eine interessante Erfahrung für die eigene Person und für die Gruppe“, betonen sie im Film immer wieder. Beim täglichen Wandern wurde auch viel gelacht.

Die Jungs – Christian Randazoo, Florian Uhl, Jasson Schuler und Robert Kaufmann – heiterten die Gruppe auch in schwierigen Situationen auf. Einige der Jugendherbergen auf dem Jakobsweg waren sehr herunter gekommen. Christian Randazoo hat dazu seine eigene Theorie: „Ich glaube, der Pilgerausweis dient nicht dazu, alle Stationen abzustempeln. Der ist dazu da, damit die spanische Polizei weiß, wie viele Bettwanzen wo hinterlassen wurden“.

Mit der Ankunft in Santiago de Compostela endet der Film. Von dort nahm die Gruppe einen Bus zum Atlantik, um sich in die Wellen zu stürzen. Wie der Rest der Gruppe kehrte auch Julia Kremer mit guten Erinnerungen zurück nach Deutschland: „Ich würde den Jakobsweg nochmal wandern“, sagt sie. Das Religiöse kam zu kurz“, fand hingegen Sophia Geiger, die als einzige der Gruppe auf eine Realschule in Rottweil geht. Es seien nur wenige Kirchen besucht worden, berichtete sie.kto

Info Der Film „Pilgern auf Schwäbisch“ wird nochmal im Rahmen der Rottenburger Kulturnacht 2013 im Haus am Nepomuk gezeigt.

Realschüler sind Hauptdarsteller eines selbstgedrehten Kurzfilms
Filmvorführung „Pilgern auf Schwäbisch“ in der Kreuzerfeldrealschule Rottenburg. Die Hauptdarsteller des Films sind sieben Schüler/innen, die im August 2012 einen 250 Kilometer langen Abschnitt des Jakobswegs in Spanien entlang pilgerten. Zur Filmpremiere am Freitag kamen mehr als 50 Besucher/innen in die Mensa der Kreuzerfeldrealschule.Privatbild

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13.11.2012, 12:00 Uhr

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