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Stuttgart

Rechtsberater entlastet Wiedeking

Im Verfahren gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und dessen Finanzvorstand Holger Härter hat die Staatsanwaltschaft weiter einen schweren Stand. Die Aussage eines früheren Rechtsberaters der Angeklagten stützte den Vorwurf der Marktmanipulation gestern nicht.

13.11.2015
  • DPA

Stuttgart Anwalt Christoph von Bülow von der Kanzlei Freshfields sagte vor dem Stuttgarter Landgericht, ein frühzeitiger Beschluss zur Dreiviertel-Übernahme von Volkswagen im Jahr 2008 sei ihm nicht bekannt. Damit widersprach von Bülow den Anklägern, die den Managern die Verschleierung ihrer Pläne und so einen illegalen Eingriff in den Kapitalmarkt vorwerfen.

Kursturbulenzen der VW-Aktie führten 2008 zu Milliardenverlusten bei Anlegern. Wiedeking und Härter bestreiten die Vorwürfe. Der von seiner Schweigepflicht entbundene Rechtsberater gab ihnen Rückendeckung: Die Übernahme von 75 Prozent der VW-Anteile sei lange Zeit bestenfalls ein theoretisches Gedankenspiel gewesen. Mit Blick auf eine Vorstandssitzung vom März 2008 sagte von Bülow: "Hier ging es um 50 Prozent plus eine Aktie oder den berühmten einen Schnaps oben drauf."

Die Staatsanwaltschaft will noch Börsenanleger befragen. So soll geklärt werden, ob ihre Transaktionen 2008 eine Reaktion auf Pressemitteilungen und Aussagen der Angeklagten waren. Die Richter gingen vorerst nicht auf den Antrag ein.

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13.11.2015, 12:00 Uhr

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