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Rechtstreit in den USA beigelegt
Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Foto: A3471/_Boris Roessler
Steuern

Rechtstreit in den USA beigelegt

Deutsche Bank einigt sich mit Finanzbehörden in Amerika auf einen Millionenvergleich.

07.01.2017
  • DPA

New York/Frankfurt. Die Deutsche Bank macht Fortschritte beim Abarbeiten ihrer teuren juristischen Altlasten. Zwei Wochen nach der Milliardeneinigung mit der US-Justiz im Streit um Hypothekengeschäfte legte Deutschlands größtes Geldhaus eine Steuer-Auseinandersetzung in den USA per Vergleich bei. Der New Yorker Bundesanwalt Preet Bharara teilte mit, die Deutsche Bank habe einer Zahlung von 95 Mio. Dollar (91 Mio. EUR) zugestimmt. Es ging um Vorwürfe, das Institut habe mit einem Netz von Strohfirmen versucht, Steuern in den USA zu vermeiden. Der Streit geht auf das Jahr 2000 zurück.

Zudem berief die Deutsche Bank einen neuen Beauftragten im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität. Eine mögliche Strafe wegen des Verdachts auf Sanktionsverstöße und Geldwäsche bei Geschäften in Russland zählt zu den größten verbleibenden Rechtsrisiken des Instituts. Dieses will nun auch den Bereich zur Bekämpfung von Finanzkriminalität ausbauen.

Erst kurz vor Weihnachten hatte sich der Dax-Konzern mit dem US-Justizministerium im Hypothekenstreit geeinigt. Die Deutsche Bank zahlt in diesem Fall 3,1 Mrd. Dollar (2,99 Mrd. EUR) Zivilbuße, hinzu kommen über mehrere Jahre gestreckt 4,1 Mrd. Dollar (3.8 Mrd. EUR) an finanziellen Erleichterungen für Kreditnehmer in den USA.

Die Bank hat ab sofort einen neuen Beauftragten im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität. Wie sie mitteilte, übernimmt Philippe Vollot die Aufgabe von Peter Hazlewood. Vollot, der seit mehr als 13 Jahren bei der Deutschen Bank arbeitet, kennt sich nach Angaben des Konzerns gut in Regulierungsfragen und der Überwachung regelkonformen Verhaltens („Compliance“) aus. Er war auch bei der französischen Behörde für Finanzmarktaufsicht tätig.

Mit Hazlewood werde nun über eine „beratende Funktion“ verhandelt, erklärte Vorstandsmitglied Sylvie Matherat. Sie kündigte ferner an, die Bank werde die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Anti-Finanzkriminalität im Laufe dieses Jahres um weitere 50 Prozent auf mehr als 1150 erhöhen. dpa

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07.01.2017, 06:00 Uhr

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