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Fleuchaus folgt Fleuchaus

Recycling-Firma will ins neue Gewerbegebiet ziehen

Zwei metallisch glänzende Gebäudegerippe ragen wie riesige Hochregallager in den Himmel. Schon bis September sollen daraus zwei Hallen entstehen. Die erste Ansiedlung im neuen Gewerbegebiet „Vor Dörnach“.

17.08.2012
  • Ernst Bauer

Mössingen. Klopf auf Metall – der äußere Anschein trügt nicht: Es ist ein Unternehmen, das mit selbigem arbeitet, das Schrott und Metalle in größerem Umfang verwertet, hier in der Region aufkauft, trennt und dann damit „grenzüberschreitend“ handelt, wie Firmenchefin Nicola Fleuchaus erklärt.

Zwei klangvolle Namen hier in Mössingen, wenn man so will: Die Tochter hat nach der Insolvenz ihres Vaters Wolfgang Fleuchaus, des langjährigen Ersten Vorsitzenden der Sportvereinigung Mössingen, die „Anteile rausgekauft“, vom Insolvenzverwalter erworben. Aus der FKR Metallhandels-GmbH mit Sitz in Ofterdingen wurde die Inomet Recycling GmbH – „Innovative Ofterdinger Metallentsorgung“.

Folgefirma wurde 2010 gegründet

Nicola Fleuchaus hat die Folgefirma 2010 gegründet. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin – und ihr Vater nun bei ihr angestellt; sie hatte zuvor seit 2008 bei ihm in der Firma gearbeitet. „Ich habe auch den Kundenstamm übernommen“, sagt die ehemalige Spitzen-Handballerin der Sportvereinigung.

Der Standort in Ofterdingen, wo sich bisher Büro und Halle des Unternehmens befinden, wird aufgegeben. Nicola Fleuchaus: „Ich gehe komplett hier raus.“ Ebenso wird das Außenlager am anderen Ortsausgang von Mössingen, unterhalb des Autohauses Mayer, geräumt. „Beide Plätze werden zusammengelegt“, so die Chefin der Inomet Recycling GmbH, am neuen Standort „Vor Dörnach“, auf einem 5500 Quadratmeter großen Grundstück.

Es sei einfach geschickter, wenn man alles beisammen hat, erklärt Fleuchaus und bestätigt, dass in dieser Ecke – unweit des Firstwaldgeländes mit der neuen Sporthalle – zwei größere Fabrikhallen entstehen: eine Spänehalle und eine Lagerhalle, „da wird der Schrott getrennt und sortiert“. Mit vier Vollzeit-Beschäftigten und einer Teilzeitkraft will die Inomet-Geschäftsführerin Ende September an den neuen Standort übersiedeln.

Bis dahin soll die Erschließung des insgesamt zwölf Hektar großen Gewerbegebiets am Ortsende auch weiter vorangeschritten sein – dies ließ auf Nachfrage des TAGBLATTs jetzt der städtische Fachbereichsleiter Gebhard Koll wissen. Der zweite Abschnitt wurde an eine Firma aus Walddorfhäslach vergeben. Koll: „Die wollen Anfang September beginnen und bis Ende des Jahres fertig sein.“ Der erste Erschließungsabschnitt – im vorderen Bereich – ist nahezu fertig. Dort hat der städtische Bauhof die Arbeiten besorgt und, weil Inomet rasch ansiedeln wollte, sich mächtig ins Zeug gelegt. An der Informationstafel der Stadt zweigt die Erschließungsstraße ab und führt über eine Schleife bis vor zur Firstwaldstraße, an der rückwärtigen Seite der Firma Eroglu vorbei.

Die anderen Gebiete sind ausgebucht

Bevor das Areal zum neuen Gewerbestandort ausgeguckt wurde, war hinten – unweit des Tennisclubs und des Hegwiesensportplatzes – auch jahrelang ein neuer Standort für Stadion und Sportanlagen der Spvgg im Gespräch. Inzwischen wurden die Weichen jedoch anders gestellt, in Richtung Belsener Ernwiesen (siehe unten).

Wie sieht‘s mit weiteren Interessenten „Vor Dörnach“ aus? Man habe „schon ein paar Gespräche geführt“, sagt Koll. Aber noch keine weiteren Firmen an Land gezogen. Solange noch Flächen in Schlattwiesen da waren – im Gewerbegebiet Richtung Nehren –, habe es allerdings auch noch keinen so dringenden Bedarf gegeben, ein neues Gewerbegebiet – das letzte in Mössingen aus dem alten Flächennutzungsplan – zu erschließen. Jetzt sind die Schlattwiesen „im wesentlichen ausverkauft“, bis auf ein paar Lücken, die sich aber auch weitgehend in Privatbesitz befinden. Auf ihrem „Disco-Grundstück“ im äußersten Zipfel der Schlattwiesen blieb die Stadt sitzen. Da sprang sogar ein bekannter Betreiber ab – offenbar, so Stadtplaner Koll, seien Discos heutzutage gar nicht mehr so gefragt.

Wie ist die Grundstückslage in Riethäcker, im Mössinger Handels- und Gewerbedorado bei Bästenhardt? Koll: „Da gibt‘s nichts mehr!“

Recycling-Firma will ins neue Gewerbegebiet ziehen
Am Ortsausgang Richtung Talheim erschließt Mössingen momentan das neue Gewerbegebiet „Vor Dörnach“. Dort fasst nun die erste Firma Fuß, die „Inomet Recycling GmbH“, die Schrott und Metalle verwertet. Firmenchefin ist Nicola Fleuchaus.Bild: Bauer

Im Flächennutzungsplan war ein Teil des Gebiets „Vor Dörnach“ ursprünglich auch für den Sportstättenbau vorgesehen. Nachdem es seit 2008 verstärkt Nachfragen nach Gewerbeflächen gab – bis 2011 rund 75 Anfragen, so die Bilanz des ausgeschiedenen Wirtschaftsförderers (der Posten ist derzeit vakant) – stellten Stadt und Gemeinderat die Weichen anders; zumal Riethäcker und Schlattwiesen weitgehend belegt sind.
Dies empfahl auch eine Konzeptstudie „Mössinger Sportzentrum“: Industrie und Gewerbe „Vor Dörnach“, neues Sportzentrum am besten in Ernwiesen, Rückbau der Langgass-Anlagen für den Schulbedarf.

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17.08.2012, 12:00 Uhr

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