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Zahlreiche Tote bei Erdrutsch in Myanmar

Regenwasser bringt Schutthügel in Bewegung - Noch viele Menschen vermisst

Bei einem Erdrutsch in einer Jademine im Norden Myanmars sind mindestens 90 Menschen umgekommen. Rund 100 wurden gestern noch vermisst.

23.11.2015
  • EPD

Rangun Das Unglück ereignete sich burmesischen Medien zufolge am frühen Morgen nahe Hpakant im Teilstaat Kachin. Augenzeugen zufolge ging der Erdrutsch von einem Schuttberg ab. Auslöser sei Regenwasser gewesen, das den 300 Meter hohen Hügel mit Aushub aus den Bergwerken ins Rutschen brachte.

Die Jademinen in dem vom Bürgerkrieg betroffenen Teilstaat Kachin stehen regelmäßig in der Kritik von Menschenrechtsorganisationen: Anwohner werden ihres Landes beraubt, Arbeiter ausgebeutet und häufig vom günstig verfügbaren Heroin abhängig. Die Sicherheitsvorkehrungen in den Minen sind schlecht, immer wieder kommt es zu Unfällen. Im März waren in der Region mindestens zwölf Menschen bei einem ähnlichen Unglück ums Leben gekommen.

Jade zählt zu Myanmars wertvollsten Bodenschätzen. Für 2014 wurde die Fördermenge des dunkelgrünen Edelsteins in einem jüngst veröffentlichten Report der NGO Global Witness auf 31 Millionen Dollar geschätzt. Das ist fast die Hälfte von Myanmars Bruttoinlandsprodukt. Jedoch werde nur ein Zehntel der jährlichen Jadeproduktion offiziell verkauft, der Rest gelange als Schmuggelware nach China.

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23.11.2015, 12:00 Uhr

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