Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Regional, fair und schmackhaft
Der Griff zu fair gehandelten Waren und zu Produkten aus der Region sind zwei Möglichkeiten, sich beim Einkauf bewusst zu verhalten.Bild: Feinler
Ökumenisches faires Frühstück in Horb

Regional, fair und schmackhaft

Beim fairen Frühstück im ev. Gemeindezentrum Horb, konnten die Gäste regionale und faire Produkte verköstigen und im Eine-Welt-Laden einkaufen.

17.04.2018
  • Alexandra Feinler

Die evangelische Kirchengemeinde Horb trägt seit Februar den Titel „faire Kirchengemeinde“ und führte in dieser Position zum ersten Mal das faire ökumenische Frühstück zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde Horb durch. Sogar Oberbürgermeister Peter Rosenberger ließ es sich am Samstagmorgen vor seiner Sitzung nicht nehmen, die Gäste im evangelischen Gemeindezentrum in Horb zu begrüßen.

Liebevoll hatte das Vorbereitungsteam im Vorfeld ein faires, saisonales, regionales Frühstücksbüfett geplant und am frühen Samstagmorgen zusammengestellt. Es gab Brot aus Eutingen, glutenfreien Kuchen aus Horb, Spittelsaft, „Gutes vom Hof“ sowie faire Ware wie Gepa-Kakaogetränke, Gepa-Zucker, fairen Kaffee und vieles mehr. Um den Gästen zu verdeutlichen, woher die Speisen und Zutaten für das Büfett stammen, hatte das Team eine Landkarte mit den Herstellungsorten aufgehängt. An einer Info-Tafel konnten sich Interessierte über regionale Waren und fairen Handel informieren.

Oberbürgermeister Peter Rosenberger freute sich über die gute Resonanz und dankte den wichtigen Pionieren, die mit ihrem Wirken ihr Umfeld sensibilisieren würden. Auch die Stadt Horb sei Fair-Trade-Partner. „Bleiben Sie dran, denn diese Auszeichnung heißt, sich nicht auszuruhen“, betonte der Oberbürgermeister. Die Stadt habe beispielsweise ein Budget für den Fair-Trade-Lenkungskreis, denn auch er wisse: Faire Ware ist mit einem Mehrpreis versehen, aber sie enthält für die Erzeuger am Anfang der Kette eine Mehraufwendung.

Pfarrerin Susanne Veith unterstrich diese Ausführungen und betonte, dass sich die evangelische Kirchengemeinde bereits mit ihrem Umweltteam und weiteren Aktionen auf den Weg des fairen Handels gemacht habe. Da sei die Bewerbung als faire Kirchengemeinde nicht von ungefähr gekommen. Sie freue sich, dass an diesem regional fairen Frühstück wieder so viele Ehrenamtliche mitgewirkt hätten. Zusammen mit Walter Burgbacher am Saxofon und Sängerin Emöke Gförer stimmte sie das Frühstück musikalisch ein.

Elisabeth Wütz wollte eigentlich nur kurz über das Projekt „Weltfairänderer Horb“ berichten. „Es gab dann doch so viel, da reichen fünf Minuten nicht aus.“ Sie wies auf die Projekte der Realschule und Grundschule Horb sowie an der Grundschule Talheim zusammen mit dem BDKJ Rottenburg-Stuttgart, dem BDKJ Freudenstadt und der Fachstelle Jugendarbeit und Schule hin. Sie nannte zahlreiche Projekte wie das faire Café, die Zeltoase und weitere, zwischen Kirche, Jugendarbeit, Schule und weiteren außerschulischen lokalen Partnern.

„Das ist beeindruckend“, erklärte ein Gast, dass 1000 Schüler bis zu 45 Workshops pro Woche gemacht hätten. Zahlreiche Eindrücke konnten die Zuhörer gewinnen, vom Auftakt in der Hohenhalle bis zur Konkretisierung des Programms. Gespannt hörten sie auch Bettina Gerster zu, die von den Projekten der Steinachtalschule Talheim berichtete, die sich als Fair-Trade-Schule auszeichnen lassen möchte. Sie erklärte, dass mit Themen wie Fahrradreparieren oder aus Altkleidern Neues zu schaffen die Nachhaltigkeit geschult wurde. Zudem erarbeiteten die Schüler ein Konzept, wie sie faire und regionale Ware in der Pause verkaufen können. Dass dabei Raffinesse gefragt war, zeigte Bettina Gerster auf: „Wenn wir Bananen verkaufen, dann gibt es dazu eine kleine Schokolade. So viele Bananen haben wir noch nie gekauft.“ Ebenso wurde das Thema Kinderarbeiten mit der Sternsinger-Aktion, die sich mit dem Thema Kinderarbeit in Indien beschäftigte, behandelt. „Sammeln statt wegwerfen“ hieß es bei der Handy-Aktion, die in der Steinachtalschule umgesetzt wurde. Die Gäste des fairen ökumenischen Frühstücks waren über den umfangreichen Input begeistert, konnten sich am Stand des Eine-Welt-Ladens mit fairer Ware eindecken und regionale Produkte mit nach Hause nehmen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

17.04.2018, 01:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball