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Teilprojekt gesucht

Regionalverband will Stadtbahn schnell in Angriff nehmen

Die Zeit drängt: Nur noch bis 2019 kann die Region Neckar-Alb mit Zuschüssen von Bund und Land für ihr Stadtbahnprojekt rechnen. Der Regionalverband will möglichst bald mit einem Teilmodul starten.

25.07.2012
  • Renate Angstmann-Koch

Tübingen. Eine Stabsstelle soll mit einem Lenkungskreis alles Nötige in die Wege leiten, waren sich die Fraktionen der Regionalversammlung gestern Vormittag im Sparkassen-Carré einig. Ihre Sprecher betonten, fest hinter dem Regionalstadtbahnprojekt zu stehen. Noch wichtiger als die Stabsstelle, sagte Tübingens Landrat Joachim Walter, sei jedoch, schnell ein Teilprojekt zu finden, dessen Kosten-Nutzen-Faktor so hoch ist, dass Bund und Land mit Fördermitteln einsteigen – und das gleichzeitig die Wirtschaftlichkeitsrechnung der übrigen Planung nicht unter die kritische Schwelle drückt.

Gutachter Jürgen Kaiser von der beauftragten PTV (Planung, Transport Verkehr) AG Karlsruhe stellte die wichtigsten Eckdaten der vorgeschriebenen „Standardisierten Bewertung“ und der Folgekostenrechnung noch einmal vor. Als förderfähig gelten sowohl das gesamte Projekt als auch drei gebildete Teilnetze – wobei Teilnetz 1 (mit dem Oberzentrum Reutlingen/Tübingen), dessen Ausbau aufs Jahr 2015 gerechnet zirka 480 Millionen Euro kosten würde, bei einer Verteuerung am schnellsten unter die Förderschwelle fiele. Ein weiteres Risiko für das Projekt könnte sich ergeben, wenn Teilnetze und damit das Gesamtnetz nicht komplett realisiert werden, sodass Bund und Land Fördermittel zurückfordern könnten.

Bei der standardisierten Bewertung wurden Projektkosten für das Jahr 2006 von 580 Millionen Euro angesetzt. Aus dieser Summe wird mit Preissteigerungen bis 2021 ein Betrag von rund 890 Millionen Euro. 60 Prozent der Investitionen könnten vom Bund, 20 Prozent vom Land kommen. Gespräche gab es bereits. Den Rest – und auf jeden Fall die kompletten Planungskosten von 134 Millionen Euro – muss die kommunale Seite tragen. Bei einem Projekt von rund 900 Millionen Euro, fand Gutachter Kaiser, würden sich auch die veranschlagten 300.000 Euro jährlich für die Stabsstelle lohnen.

Regionalverband will Stadtbahn schnell in Angriff nehmen
So könnte sie eines Tages durch die Tübinger Mühlstraße fahren: die Stadtbahn, die Tübingen und die Region Neckar-Alb besser vernetzen soll.

Die künftige Neckar-Alb-Bahn fährt in den Kreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Sie soll die Ammertalbahn, die Ermstalbahn, die Killertalbahn, die Talgangbahn und die Zollernbahn vernetzen, außerdem die Strecken Tübingen-Horb (Neckartalbahn), Tübingen-Reutlingen-Metzingen und Tübingen-Balingen-Albstadt.
Bei einem Streckennetz von insgesamt 190 Kilometern sollen 44 Kilometer Schiene neu verlegt und 166 Kilometer elektrifiziert werden.
Drei Teilnetze wurden für die standardisierte Bewertung gebildet. Alle gelten als wirtschaftlich.

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25.07.2012, 12:00 Uhr

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